Es wird nicht einfacher

04.11.2020

Die Kirchheim Knights treffen in der BARMER 2. Basketball Bundesliga am Freitag auf Leverkusen. Diese konnten am vergangenen Wochenende den Favoriten aus Heidelberg deutlich bezwingen und zeigten dabei eine sehr konzentrierte Leistung. Bereits am Sonntag treten die Teckstädter in Tübingen an. Der erste Doppelspieltag der Saison 2020/2021 hat also zwei weitere schwere Herausforderungen für die Knights parat.

 

Manchmal hat es Vorteile, wenn der Assistenztrainer ein ehemaliger Spieler ist und sich in sehr guter körperlicher Verfassung befindet. Aufgrund der vielen angeschlagenen und verletzten Spieler, schlüpfte Brian Wenzel während der Woche in seine Basketballstiefel und sorgte so dafür, dass die Knights zu zehnt trainieren konnten. Alleine dieser Umstand zeigt, wie brenzlig die Lage unter der Teck ist. Mit Nico Brauner und Karlo Miksic fehlen die beiden etatmäßigen Aufbauspieler noch für mehrere Wochen. Max Mahoney absolvierte eine individuelle Einheit, die Schwaben hoffen auf einen Einsatz des Centers am kommenden Wochenende. Tidjan Keita fehlte mit einer Sprunggelenksverletzung, zugezogen im Spiel gegen Bremerhaven. Beide Spieler sind für das kommende Wochenende fraglich. Außerdem musste Kyle Leufroy mit Erkältung aussetzen, also der fünfte Profispieler, der nicht am Training teilnehmen konnte. Auch Doppellizenzspieler Jalen Fouda, der Probleme am Fuß hat, stand nicht zur Verfügung. Der kommende Doppelspieltag kommt also zur absoluten Unzeit für die Teckstädter. „Wir haben einen tiefen Kader, aber das immer wieder Spieler in der Häufigkeit und Menge ausfallen ist auch für uns eine ungewohnte Situation. Das macht es natürlich für die neuen Akteure wie Richie und Aleksa umso schwerer rein zu finden. Es wird in den beiden Spielen stark auf den Zusammenhalt im Team ankommen,“ sagte Knights-Geschäftsführer Chris Schmidt. Dass es dabei erneut gegen eine Top-Mannschaft geht erschwert die Situation zusätzlich. Mit Bayer Leverkusen treffen die Knights auf eine Truppe, die zu den Teams gehören, die bereits früh einen guten Rhythmus finden konnten. Mit wenig Verletzungssorgen und keinen Unterbrechungen, starteten die Leverkusener sehr gut in die Saison. Zunächst setzte sich die Truppe von Coach Hansi Gnad gegen Hagen durch (80:76). Es folgte eine denkbar unglückliche Niederlage gegen den Topfavoriten Rostock, wo man kurz vor Schluss bereits in Führung lag und dann doch noch knapp den Kürzeren ziehen musste (86:83), und ein souveräner Auftritt gegen Heidelberg (93:81) am vergangenen Wochenende. „Leverkusen sieht schon sehr gut aus zu diesem frühen Zeitpunkt. Sie haben sehr große und athletische Spieler in der Zone und wurfgefährliche Spieler auf den Guard-Positionen. Sie sind sehr schwer zu spielen. Wir müssen tough und diszipliniert agieren,“ so Head-Coach Igor Perovic. Mit 18,7 Punkten dominiert derzeit Haris Hujic das Spielgeschehen. Der deutsche Guard kam im Sommer von Ligakonkurrent Rostock, wo er sich nicht durchsetzen konnte. Doch in Leverkusen scheinen die Karten für den 23-jährigen neu gemischt worden zu sein. Ihm zur Seite steht mit JJ Mann ein europaerfahrener US-Amerikaner. Pro Spiel erzielt der Shooting Guard 14,7 Punkte. Eine Schlüsselposition nehmen die beiden Center Dennis Heinzmann (2,18m) und Marco Bacak (2,10m) ein. Diese beiden beherrschen die jeweiligen Zonen und sorgen regelmäßig für Unruhe in den gegnerischen Verteidigungslinien. Zuletzt bekamen dies Heidelbergs Phillip Heyden und Armin Trtovac zu spüren. Und gerade dort drückt derzeit der Kirchheimer Schuh. Waren es in der Vorbereitung noch die Guards, die reihenweise mit Verletzungen ausfielen, sind es nun die Center, weshalb die Schwaben auf eine Rückkehr von Max Mahoney und eine schnelle Erholung von Tidjan Keita hoffen, um schnellstmöglich in den gewohnten Trainings- und Spielbetrieb zu kommen. Spielbeginn ist um 20 Uhr. Am Sonntag geht es dann für den Rittertross zum ersten Derby. Tübingen steht auf dem Spielplan. Die Kirchheimer Nachbarn hatten am vergangenen Wochenende ihren verspäteten Saisonauftakt und konnten sich per Buzzer-Beater gegen Paderborn mit 103:101 durchsetzen. Dabei zeigte insbesondere Point Guard Sharkey mit 28 Punkten eine beeindruckende Leistung. Spielbeginn in Tübingen ist um 18 Uhr.

 

Foto: Tanja Spindler

 


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    04.11.2020

    Die Kirchheim Knights treffen in der BARMER 2. Basketball Bundesliga am Freitag auf Leverkusen. Diese konnten am vergangenen Wochenende den Favoriten aus Heidelberg deutlich bezwingen und zeigten dabei eine sehr konzentrierte Leistung. Bereits am Sonntag treten die Teckstädter in Tübingen an. Der erste Doppelspieltag der Saison 2020/2021 hat also zwei weitere schwere Herausforderungen für die Knights parat.

     

    Manchmal hat es Vorteile, wenn der Assistenztrainer ein ehemaliger Spieler ist und sich in sehr guter körperlicher Verfassung befindet. Aufgrund der vielen angeschlagenen und verletzten Spieler, schlüpfte Brian Wenzel während der Woche in seine Basketballstiefel und sorgte so dafür, dass die Knights zu zehnt trainieren konnten. Alleine dieser Umstand zeigt, wie brenzlig die Lage unter der Teck ist. Mit Nico Brauner und Karlo Miksic fehlen die beiden etatmäßigen Aufbauspieler noch für mehrere Wochen. Max Mahoney absolvierte eine individuelle Einheit, die Schwaben hoffen auf einen Einsatz des Centers am kommenden Wochenende. Tidjan Keita fehlte mit einer Sprunggelenksverletzung, zugezogen im Spiel gegen Bremerhaven. Beide Spieler sind für das kommende Wochenende fraglich. Außerdem musste Kyle Leufroy mit Erkältung aussetzen, also der fünfte Profispieler, der nicht am Training teilnehmen konnte. Auch Doppellizenzspieler Jalen Fouda, der Probleme am Fuß hat, stand nicht zur Verfügung. Der kommende Doppelspieltag kommt also zur absoluten Unzeit für die Teckstädter. „Wir haben einen tiefen Kader, aber das immer wieder Spieler in der Häufigkeit und Menge ausfallen ist auch für uns eine ungewohnte Situation. Das macht es natürlich für die neuen Akteure wie Richie und Aleksa umso schwerer rein zu finden. Es wird in den beiden Spielen stark auf den Zusammenhalt im Team ankommen,“ sagte Knights-Geschäftsführer Chris Schmidt. Dass es dabei erneut gegen eine Top-Mannschaft geht erschwert die Situation zusätzlich. Mit Bayer Leverkusen treffen die Knights auf eine Truppe, die zu den Teams gehören, die bereits früh einen guten Rhythmus finden konnten. Mit wenig Verletzungssorgen und keinen Unterbrechungen, starteten die Leverkusener sehr gut in die Saison. Zunächst setzte sich die Truppe von Coach Hansi Gnad gegen Hagen durch (80:76). Es folgte eine denkbar unglückliche Niederlage gegen den Topfavoriten Rostock, wo man kurz vor Schluss bereits in Führung lag und dann doch noch knapp den Kürzeren ziehen musste (86:83), und ein souveräner Auftritt gegen Heidelberg (93:81) am vergangenen Wochenende. „Leverkusen sieht schon sehr gut aus zu diesem frühen Zeitpunkt. Sie haben sehr große und athletische Spieler in der Zone und wurfgefährliche Spieler auf den Guard-Positionen. Sie sind sehr schwer zu spielen. Wir müssen tough und diszipliniert agieren,“ so Head-Coach Igor Perovic. Mit 18,7 Punkten dominiert derzeit Haris Hujic das Spielgeschehen. Der deutsche Guard kam im Sommer von Ligakonkurrent Rostock, wo er sich nicht durchsetzen konnte. Doch in Leverkusen scheinen die Karten für den 23-jährigen neu gemischt worden zu sein. Ihm zur Seite steht mit JJ Mann ein europaerfahrener US-Amerikaner. Pro Spiel erzielt der Shooting Guard 14,7 Punkte. Eine Schlüsselposition nehmen die beiden Center Dennis Heinzmann (2,18m) und Marco Bacak (2,10m) ein. Diese beiden beherrschen die jeweiligen Zonen und sorgen regelmäßig für Unruhe in den gegnerischen Verteidigungslinien. Zuletzt bekamen dies Heidelbergs Phillip Heyden und Armin Trtovac zu spüren. Und gerade dort drückt derzeit der Kirchheimer Schuh. Waren es in der Vorbereitung noch die Guards, die reihenweise mit Verletzungen ausfielen, sind es nun die Center, weshalb die Schwaben auf eine Rückkehr von Max Mahoney und eine schnelle Erholung von Tidjan Keita hoffen, um schnellstmöglich in den gewohnten Trainings- und Spielbetrieb zu kommen. Spielbeginn ist um 20 Uhr. Am Sonntag geht es dann für den Rittertross zum ersten Derby. Tübingen steht auf dem Spielplan. Die Kirchheimer Nachbarn hatten am vergangenen Wochenende ihren verspäteten Saisonauftakt und konnten sich per Buzzer-Beater gegen Paderborn mit 103:101 durchsetzen. Dabei zeigte insbesondere Point Guard Sharkey mit 28 Punkten eine beeindruckende Leistung. Spielbeginn in Tübingen ist um 18 Uhr.

     

    Foto: Tanja Spindler