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Kirchheim feiert ersten Heimsieg

10.11.2019

Der Bann ist gebrochen. Im fünften Heimspiel der BARMER 2. Basketball Bundesliga Saison 2019/2020 feiern die Kirchheim Knights ihren ersten Heimsieg. Dank einer ausgeglichenen Teamleistung und einer starken zweiten Halbzeit, setzen sich die Teckstädter mit 84:65 deutlich gegen die Lions aus Karlsruhe durch. Gleich sechs Ritter erzielen eine zweistellige Punkteausbeute.

 

Die Ritter scheinen endlich in der Saison angekommen. Seit einigen Wochen präsentieren sich die Korbjäger aus dem Schwabenland stark verbessert. Nur die Punkte wollten noch nicht aufs Konto. Gegen die Top-Mannschaften aus Jena, Chemnitz und Nürnberg musste man sich jeweils knapp geschlagen geben. Doch im Baden-Württemberg Derby gegen Karlsruhe belohnten sich die Knights für eine engagierte Leistung. Zunächst sorgten die Fans der Kirchheimer für das erste Highlight des Abends. Über 1.100 Zuschauer fanden sich in der Kirchheimer Sporthalle Stadtmitte für das Baden-Württemberg Derby ein und sorgten von Beginn an für Gänsehautstimmung. „Die letzten Wochen waren hart für uns und auch die kommenden werden nicht einfacher, aber die Unterstützung unserer Fans bei Heim- und Auswärtsspielen hat uns unglaublich bestärkt und uns Auftrieb gegeben. Wir sind alle nochmal enger zusammengerückt und das stärkt uns natürlich enorm. Unsere Fans haben ein tolles Gespür für die Situation und ich glaube, dass es trotz anfänglicher Niederlagen Spaß macht unsere Spiele anzusehen und unsere Jungs zu unterstützen, “ sagte Knights-Geschäftsführer Chris Schmidt nach dem Spiel. Das letztlich ein ungefährdeter Heimsieg zu Buche stand, lag vor allem an der mannschaftlichen Geschlossenheit der Knights. Mit Nico Brauner (10 Punkte), Tim Koch (12), Till Pape (10), Jalan McCloud (19), Dajuan Graf (11) und Andi Kronhardt (11) legten gleich sechs Spieler einen zweistelligen Punktewert auf. Der Start ins Spiel gehörte jedoch eher den Gästen aus Karlsruhe. Beide Mannschaften tasteten sich zunächst ab und hatten großen Respekt voreinander. Dies führte vor allem in der Offensive zu viel Unruhe und wenig Zählbarem. Folgerichtig gingen die Lions mit einer 20:16 Führung in das zweite Viertel. Die Knights versuchten nun das Tempo zu erhöhen und kamen zu einigen Schnellangriffen, die häufig durch Topscorer McCloud abgeschlossen werden konnten. In der Defensive stellten die Gastgeber auf eine Zonenverteidigung um, mit der die Gäste aus Karlsruhe sichtbare Probleme hatten und nur noch 13 Zähler bis zur Halbzeit erzielen konnten. Beim Zwischenstand von 40:33 ging es in die Halbzeitpause, in der sich einige Kirchheimer Sorgenfalten um Center Keith Rendleman drehten. Der amerikanische Center hatte sich bereits im ersten Abschnitt am Sprunggelenk verletzt und biss sich mit Schmerzen durch die Partie. Beide Mannschaften hatten wohl in der Kabine an der offensiven Einstellung gedreht, den in den nächsten drei Minuten schien auf beiden Seiten jeder Angriff zum Erfolg zu führen. Dies änderte zwar nichts am Punkteverhältnis, doch die Partie wurde nun schneller und energischer. Wie es sich für ein Derby gehört, kämpften die Mannschaften beherzt, aber die Ritter schienen bereits im dritten Viertel einen leichten Vorteil zu haben. Zwar konnten die Hausherren die Führung zur Viertelpause nur um zwei Zähler erhöhen (63:54), aber Körpersprache, Intensität und Wille sprachen nun für die Teckstädter. Und im vierten Viertel sorgten die Knights dann früh für klare Verhältnisse. Die Defensive fand nun zusehends mehr Zugriff und erlaubte im gesamten Schlussviertel nur elf Zähler, während in der Offensive die Guards Graf, der mit elf Assists den Topwert des Abends erzielte, und Brauner für einen guten Rhythmus sorgten und wichtige Nadelstiche setzten. Der Vorsprung wuchs auf über 20 Zähler, bei noch knapp fünf Minuten zu spielen und die Partie war entschieden. „Nach den beiden letzten Niederlagen hatten wir den erwarteten Start, konnten dann aber gut ins Spiel finden und die Leistungen der letzten Wochen abrufen. Heute hat man gesehen, welche Ausgeglichenheit in dieser Truppe steckt. Am Meisten freue ich mich über unsere Verteidigung. Nur so werden wir erfolgreich sein können. Jetzt heißt es nicht nachlassen und den Schwung ins nächste Derby mitnehmen. Unsere Fans haben heute für eine fantastische Stimmung gesorgt. Das war einfach toll, “ so Knights-Coach Mauro Parra, der bereits kurz nach Spielende den Blick auf die kommende Auswärtsaufgabe gegen Heidelberg richtet. Gegen den Aufstiegskandidaten wartet am kommenden Sonntag um 17 Uhr erneut eine der Top Mannschaften der Liga auf die Teckstädter.

 

 

Es spielten: Brauner (10 Punkte, 5 Rebounds, 4 Steals), Graf (11, 11 Assists), Butler (4), Koch (12), Rendleman (7, 6 RB), Pape (10, 5 RB), Wohlrath (0), McCloud (19), Hahn (0), Nicklaus (n.e.), Kronhardt (11, 5 RB)

 

Foto: Tanja Spindler