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Quo Vadis Knights?

25.02.2015

Wohin geht der Weg der Kirchheimer Basketballer in der Saison 2014-15? Eine vorläufige Antwort auf diese Frage könnte bereits am kommenden Sonntagabend fest stehen. Den vor den Rittern steht ein Doppelspieltag mit gleich zwei entscheidenden Partien. Zunächst empfangen die Teckstädter am Freitagabend um 20 Uhr in der Sporthalle Stadtmitte von Kirchheim, die Niners aus Chemnitz, bevor am Sonntag die Reise nach Jena ansteht. Zwei richtungsweisende Spiele.

Noch sieben Partien stehen auf dem Programm der 2.Basketball-Bundesliga – oder anders: 14 zu vergebende Punkte. Noch ist alles drin für Kirchheims Korbjäger. Bei sechs Punkten Rückstand zu den Playoff Rängen sogar noch die große Überraschung. Da mit Jena, Heidelberg, Essen und Hamburg gleich vier Teams punktgleich auf den Plätzen fünf bis acht vertreten sind, scheint bei einer Siegesserie auch dies noch in Reichweite zu sein. Doch auch die letzten Abstiegssorgen sind noch nicht endgültig verflogen. Die starken Auftritte der Cuxhaven Bascats haben den Abstiegskampf wieder spannend gemacht. „Wir kucken nicht mehr auf die Tabelle, sondern von Spiel zu Spiel. Damit fährt man am besten. Wir wollen an die beiden letzten Auftritte anknüpfen und gute Leistungen zeigen. Der Rest kommt dann von selbst, “ gibt Trainer Mai die Marschroute vor. Das erste Spiel des Doppelspieltags gilt dabei gleich als die Pflichtaufgabe. „Wir wollen Chemnitz zuhause unbedingt schlagen. Das Hinspiel hat bei uns Spuren hinterlassen, “ erinnert sich Kirchheims Trainer an die knappe Niederlage nach zweifacher Verlängerung am 2.Spieltag. Die gut in die Saison gestarteten Kirchheimer mussten in Chemnitz einen schon sicher geglaubten Sieg wieder abgeben und verloren auch im Anschluss zwei äußerst knappe Partien gegen Hamburg (87:88) und Heidelberg (84:81 nach Verlängerung). 82:87 hieß es am Ende für die Sachsen. „Diese drei Spiele tun uns heute immer noch weh und fehlen uns auf dem Punktekonto. Wir waren in allen drei Spielen die bessere Mannschaft, aber es hat die letzte Abgezocktheit gefehlt, um den Sieg jeweils über die Zeit zu bringen, “ so Mai. Nun haben die Ritter die Chance zur Revanche. Doch die Vorzeichen haben sich geändert. Sowohl Kirchheim, wie auch Chemnitz, haben sich personell verändert. Während bei Kirchheim Lavonte Dority und Julian Sensley zum Team stießen, trafen die Chemnitzer im Saisonverlauf tiefgreifende Entscheidungen. Felix Schreier, langjähriger Trainer der Niners, wurde von Kai Buchmann ersetzt. Mit Stacy Wilson und Alexander Osborne wurden zwei weitere Amerikaner nachverpflichtet. Das Hinspiel entschied Topscorer Levi Knutson mit 35 Punkten nahezu im Alleingang. Mit 18,5 Punkten pro Partie ist der amerikanische Shooting Guard die erste Option im Angriffsspiel des Tabellenelften. Der verlängerte Arm von Trainer Buchmann ist jedoch Virgil Matthews. Der Point-Guard spielte bereits einige Jahre für den ProA-Ligisten aus Ehingen und sammelte hier seine Erfahrungen. Er leitet das Chemnitzer Spiel und gilt als Schlüsselfigur des Gesamtkonstrukts. „Chemnitz verfügt über sehr viele Optionen. Vor allem die amerikanischen Spieler dominieren das Offensivspiel. Darauf müssen wir uns gut einstellen, “ schätzt Kirchheims Trainer die gegnerische Truppe ein. Ob ihm dabei Forward Jordan Wild wieder zur Verfügung steht, ist weiterhin unklar. Der 26-jährige Amerikaner startete unter der Woche einen ersten erfolgreichen Trainingsversuch. Er soll jedoch langsam und Stück für Stück wieder zu alter Form zurückgeführt werden. Am folgenden Sonntag geht es dann für die Ritter nach Jena. Der Tabellenfünfte gilt dabei als klarer Favorit. Spielbeginn ist am Freitag in Kirchheim um 20 Uhr und am Sonntag um 16:30 Uhr in Jena. Beide Spiele werden per livestream übertragen.