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Erste Heimniederlage der Rückrunde

08.02.2015

Am vergangenen Samstagabend mussten Kirchheims Korbjäger die erste Heimniederlage im Jahr 2015 hinnehmen. Beim 83:76 setzten sich kampfbetont spielende Paderborner in der Sporthalle Stadtmitte gegen die Ritter durch. Einzig im dritten Viertel konnten die Teckstädter ihr gefürchtet schnelles Spiel aufziehen, doch am Schluss fehlte die letzte Entschlossenheit. Durch die Niederlage finden sich die Knights nun auf dem 11.Tabellenplatz wieder.

Zum wiederholten Mal haben sich die Kirchheimer Basketballer eine gute Chance durch die Lappen gehen lassen. Mit einem Sieg wären die Knights weiter an den Playoff Platzierungen dran geblieben. Doch nun erstreckt sich der Rückstand bereits auf vier Punkte. Schlimmer noch: Durch den zeitgleichen Sieg der Cuxhavener in Gotha, scheint auch ein Abrutschen in die abstiegsgefährdeten Regionen nun nicht mehr ganz außer Reichweite. Vor den heimischen Zuschauern schien von Beginn an der Wurm drin zu sein. Zunächst streikte zum wiederholten Male die 24-Sekunden-Anlage. Das Spiel konnte dennoch mit kurzer Verzögerung angepfiffen werden. Doch der Gast aus Paderborn übernahm sofort die Spielkontrolle. Clever und abgezockt agierend, spielten die Baskets ihre Angriffe kontrolliert durch und erwischten ein ums andere Mal die Lücken der Kirchheimer Verteidigungsreihen. Diese mussten neben Jordan Wild auch auf Julian Sensley verzichten und hatten somit vor allem unter den Körben mit Enosch Wolf und Ben Beran nur zwei einsatzfähige Centerspieler parat. Dennoch hielten die Ritter zunächst gut dagegen und hielten das Spiel ausgeglichen. Zum Ende des ersten Viertels konnten sich die Gäste jedoch Stück für Stück absetzen. Beim Zwischenstand von 23:15 für Paderborn ging es in den zweiten Abschnitt. Doch das Bild änderte sich nicht. Die Kirchheimer versuchten nun ihre Distanzwerfer ins Spiel zu bringen. Besonders Lavonte Dority und Kapitän Radi Tomasevic hatten einige gute Wurfoptionen, verfehlten aber allesamt das erhoffte Ziel. Doch auch unter den Körben schienen die Waffen der Kirchheimer nicht zu zünden. Center Enosch Wolf verzettelte sich zusehends in schwierigen Würfen, anstatt den Kontakt unter den Brettern zu suchen, während auch Ben Beran bei seinen Distanzwürfen das Pech an den Händen klebte. So erzielten die Ritter in den letzten fünf Minuten der ersten Halbzeit gerade einmal sechs magere Pünktchen. Das der Rückstand zur Halbzeitpause nur bei zwölf Punkten lag, verdankten die Korbjäger ihrer stärker werdenden Defensive, die sich in vielen Zweikämpfen aufrieb. Beim Zwischenstand von 43:31 ging es in die Kabinen. Die Hoffnung der Ritter-Fans auf das oftmals so starke dritte Viertel wurden zunächst bestätigt. Wie verwandelt kamen die Kirchheimer zurück aufs Parkett. Nun endlich kämpfte die Truppe von Trainer Mai um jeden Ball und arbeitete sich Stück für Stück heran. Besonders Lavonte Dority lief nun heiß und versenkte Wurf um Wurf. Das Publikum war nun, wie die Mannschaft, im Spiel angekommen und peitschte ihre Truppe nach vorne. Daniel Krause hatte die erste Führung der zweiten Halbzeit in der Hand, doch sein Dreier beim Stand von 45:46 wollte nicht fallen. Auf der Gegenseite konnte die Paderborner nach langer Durststrecke zwei einfache Zähler erzielen und Ruhe ins eigene Spiel bringen. Die Ritter, deren Aufholjagd sichtlich Kraft gekostet hatte, verzettelten sich zunehmend in Einzelaktionen und trafen offensiv die falschen Entscheidungen. Paderborn fand nun das verlorene Selbstbewusstsein wieder und übernahm die Kontrolle des Spiels. Mit zunehmender Spieldauer bissen sich die Ritter in der Verteidigung der Baskets fest, die ihrerseits zwar auch nur noch wenige offensive Akzente setzen konnten, den Vorsprung aber klug verwalteten. In den letzten Spielminuten versuchten die Kirchheimer noch per Foul die Uhr zu stoppen, doch die Paderborner versenkten ihre Freiwürfe sicher und brachten somit den verdienten Sieg nach Hause. „Paderborn hat eine gute Leistung gezeigt. Sie wollten den Sieg einfach mehr und diese paar Prozent haben heute den Unterschied gemacht. Sie haben verdient gewonnen, “ zollte Kirchheims Trainer Mai dem Gast seinen Respekt. Für die Ritter geht es nun am kommenden Spieltag nach Gotha.

Es spielten: Dority (17), Tomasevic (3), Krause (5), Wolf (14), Smithson (11), Mampuya (n.e.), Lodders (11), Heintzen (0), Beran (15 Punkte, 11 Rebounds)