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Tabellennachbarn aus verschiedenen Welten

22.01.2015

Am kommenden Samstag treffen in der Sporthalle Stadtmitte die Basketballer der Kirchheim Knights auf Rasta Vechta. Der letztjährige Bundesligist reist als Tabellenneunter in die Teckstadt. Kirchheim hingegen rangiert mit zwei Punkten weniger auf Tabellenplatz zehn. Für beide Mannschaften geht es also um den direkten Kontakt zu den Playoff Plätzen. Während man unter der Teck weiterhin auf die Rückkehr der Verletzten Spieler hofft, wird beim Gegner fleißig nachverpflichtet.

Die gute Nachricht zuerst: Julian Sensley ist gesund wieder in Kirchheim angekommen. Aufgrund eines familiären Trauerfalls kehrte der Forward vergangene Woche in die amerikanische Heimat zurück und verpasste somit den Heimsieg gegen Baunach. Nun kann Trainer Mai wieder auf seinen Neuzugang zurückgreifen. „Wir freuen uns alle, dass Julian wieder mit an Bord ist. Jetzt müssen wir zusehen, dass wir schnell wieder unseren Trainingsrhythmus erhalten, “ so der Trainer. Das zweite Sorgenkind der Ritter bleibt jedoch auch weiterhin abseits des Courts. Die hartnäckige Fußverletzung von Jordan Wild scheint sich trotz intensiver Behandlungen weiterhin hinzuziehen. „Jordan wird langsam versuchen den Fuß wieder zu belasten. Eine Verbesserung kann sich schnell einstellen, aber auch noch etwas dauern. Das müssen wir abwarten, “ erklärt Mai die Situation. Alle anderen verletzten Spieler sind wieder zurück und im Vollbesitz ihrer Kräfte. Die Knieverletzung von Enosch Wolf ist ausgeheilt. Auch die Blessuren von Ben Beran, Bryan Smithson und Tobias Heintzen sind nun auskuriert. Die Kirchheimer können also, mit Ausnahme von Wild, seit langer Zeit wieder auf ihren nahezu vollständigen Kader zurückgreifen. Dies wird gegen den Tabellennachbarn aus Vechta auch dringend benötigt. Zu Saisonbeginn gaben die Rastaer das Saisonziel direkter Wiederaufstieg aus. Um dieses Ziel zu erreichen wurde viel investiert. Ein neuer Trainer und eine neue Mannschaft sollten her. Doch der Saisonstart verlief mehr als nur holprig. Die neu zusammengestellte Truppe um Ex-Ritter Ahmad Smith und den ehemaligen Bundesligaspieler Chase Griffin harmonierte nur selten. Bittere und unnötige Niederlagen waren die Folge. Trainer Stephen Arigbabu, langjähriger Nationalspieler, geriet zunehmend unter Druck. Doch Vechta hielt am Coach fest und entschied sich zu einschneidenden Veränderungen im Kader. Ahmad Smith verließ die Mannschaft. Derek Wright wurde nachverpflichtet. Vechta erholte sich langsam, doch so richtig wollte sich der Erfolg nicht einstellen. Nach der zweiten Niederlage im laufenden Wettbewerb gegen Schlusslicht Cuxhaven, entscheiden sich die Verantwortlichen zum ganz großen Wurf. Der Aufstiegsheld und langjährige Anführer Richie Williams kehrte zu Wochenbeginn zurück und soll nun die Vechtaer wieder an die Ligaspitze führen. Im Bundesligajahr der Gäste, führte Williams die Mannschaft mit 14,7 Punkten, sowie 4,4 Assists und 4,7 Rebounds pro Partie an. Aufgrund dieser starken Saison wechselte Williams zu den Frankfurt Skyliners, wo er jedoch nicht die gewünschte Einsatzzeit erhielt und nun zu den Rastaern zurückkehrt. In seinem ersten Spiel trifft der US-Amerikaner dabei auf seinen Entdecker und Förderer. Michael Mai verpflichtete Williams vom College und brachte ihn zu seiner ersten Auslandsstation nach Hannover. Für Kirchheims Trainer ein unglückliches Timing. „Wir haben uns natürlich auf Vechta ohne Richie vorbereitet. Seine Verpflichtung verändert natürlich auch die Spielweise der gesamten Mannschaft, “ sagt Mai. Dennoch gehen die Ritter zuversichtlich ins nächste Heimspiel. Besonders der Kraftakt gegen Baunach, bei dem fünf Spieler, teils deutlich, über die 30 Minuten-Grenze gehen mussten, hat die Zuversicht der Ritter wieder gestärkt. Ob das auch gegen die neuformierten Gäste ausreicht wird erst nach dem Spiel feststehen. Vor allem in der Defensive werden die Ritter einen Zahn zulegen müssen, wenn die beiden Punkte in Kirchheim bleiben sollen. Spielbeginn ist um 19:30 Uhr in der Sporthalle Stadtmitte.