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Derbyspektakel in Kirchheim

11.01.2020

 

Im zweiten Spiel der Rückrunde trafen Kirchheims Zweitligabasketballer am vergangenen Freitag auf die Tigers aus Tübingen. Mit 89:74 setzten sich die Ritter durch und richten nach einer Serie von acht Siegen aus den letzten zehn Spielen ihren Blick auf die Top acht der Tabelle. Eine erneut geschlossene Mannschaftsleistung und über 1.400 Zuschauer sorgen in der Sporthalle Stadtmitte für mehrere Gänsehautmomente.

 

So eine vollbesetzte Sporthalle Stadtmitte hatte es in Kirchheim lange nicht gegeben. Passend zum Derby der BARMER 2. Basketball Bundesliga lieferten auch die Kirchheimer Fans den passenden Rahmen. „Was unsere Fans in diesem Jahr machen ist unglaublich. Zu Beginn, als wir diese schwere Phase hatten, wurden wir schon wahnsinnig unterstützt, mit Standing Ovations nach knappen Niederlagen. Das war für uns enorm wichtig. Jetzt dieses Spiel, mit so vielen Fans und dieser unglaublichen Stimmung. Es macht uns allen sehr viel Spaß vor unseren Fans zu spielen und natürlich motiviert uns das extrem“, sagte Knights-Geschäftsführer Chris Schmidt. Und die Mannschaft sollte auch in diesem Spiel ihre Fans nicht enttäuschen. Zunächst jedoch der erste Tiefschlag. Point Guard Dajuan Graf konnte aufgrund einer Schädelprellung nicht antreten. Ihn ersetzte Nico Brauner in der ersten Fünf. Der Plan der Teckstädter war schnell zu erkennen. Die Gastgeber wollten ihre Überlegenheit unter den Körben ausnutzen und spielten häufig über Routinier Andi Kronhardt. Und der erfahrene Kirchheimer sorgte für einen glänzenden Start. Acht Punkte im ersten Viertel gingen aufs Konto von Kronhardt. Am Ende waren es mit 13 Punkten, sieben Rebounds und fünf Assists eine insgesamt tolle Leistung. Doch die Tübinger fingen sich nach den ersten Minuten und kamen wieder an die Hausherren heran. Zur Viertelpause stand es 26:23 für die Ritter. Angetrieben vom furiosen Publikum erhöhten die Knights die Intensität in der Defensive. Keith Rendleman, der seit Wochen in bestechender Form ist und in der Defensive den Ton angibt, führte seine Mannen an und diese erhöhten die Intensität in der Verteidigung und verwandelten Ballgewinne in Schnellangriffe. Dabei schlich sich auch der eine oder andere Fehler zu viel ein, dennoch dominierten die Kirchheimer das Spielgeschehen und zogen bis zur Halbzeit auf 49:37 davon. Im dritten Viertel dann die wohl schwächste Phase der Teckstädter. Tübingen stellte auf eine Zonenverteidigung um und mit dieser kamen die Knights zunächst nicht zurecht. Zu wenig Bewegung und viele Abschlüsse aus der Distanz prägten die ersten Minuten nach der Halbzeit. Nun übernahm Kapitän Jalan McCloud Verantwortung und sorgte für einige wichtige Zähler. Mit insgesamt 19 Punkten wurde der Guard zum Topscorer der Partie. Zwei Dunkings des Amerikaners sorgten für zusätzliche Stimmung in der Halle. Bis auf sieben Punkte rückten die Tigers dennoch an die Knights heran (64:57). Und im Verlauf des vierten Viertels sollte es noch einmal eng werden. Obwohl die Ritter das Spielgeschehen vermeintlich unter Kontrolle hatten, schlichen sich auch im Schlussabschnitt einige Fehler ein, die Tübingen direkt bestrafte und auf drei Zähler heranrückte. Aber die Knights ließen sich nicht aus der Ruhe bringen. In den letzten vier Minuten setzten die Ritter zum letzten Spurt an. Ein 14:3 Lauf beendete die Hoffnungen der mitgereisten Tübinger Fans jäh. „Ich freue mich sehr über diesen Sieg und bin stolz auf unsere Mannschaft, die sich als absolute Einheit präsentiert hat. Die Unterstützung der Fans war fantastisch und ein Schlüssel zum Erfolg! Der Spielplan ist in der kommenden Woche ein Härtetest, an dem wir weiter wachsen können“, sagte Knights-Coach David Rösch nach Spielende. Neben Kronhardt (13) und McCloud (19), sorgten auch Keith Rendleman (11, 9 Rebounds), Kevin Wohlrath (11) und Mitch Hahn (11) für eine zweistellige Punkteausbeute. Bereits am Mittwoch steht das Auswärtsspiel in Rostock an. Die Seawolves sorgten in der vergangenen Woche mit der Verpflichtung des ehemaligen Bundestrainers Dirk Bauermann für Aufsehen. Spielbeginn in Rostock ist am Mittwoch um 19:30 Uhr.

 

Es spielten: Brauner (8 Punkte, 6 Rebounds und 6 Assists), Butler (6), Koch (6, 7 RB), Rendleman (11, 9 RB), Nicklaus (n.e.), Pape (4), Wohlrath (11), McCloud (19), Hahn (11), Kronhardt (13, 7 RB, 5 AS)

 

Foto: Tanja Spindler