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Herbe Niederlage für dezimierte Ritter

11.01.2015

Nach der Auftaktniederlage gegen Würzburg, zum Start der Rückrunde, haben die Basketballer der Kirch-heim Knights auch das zweite Spiel verloren. Beim Tabellenzweiten in Gießen mussten die Teckstädter eine heftige 103:71 Niederlage hinneh-men. Zu keinem Zeitpunkt der Partie waren die Ritter dem Gastgeber ebenbürtig, der in Neuzugang Aaron Hawley den Topscorer der Partie stellte. 20 Punkte gingen auf das Konto des Guards. Auf Kirchheimer Seite konnte Julian Sensley mit 16 Punkten glänzen.

Die Vorzeichen waren durch die Verletzungen von Jordan Wild und Enosch Wolf bereits schlecht, doch auch noch Youngster Tobias Heintzen verletzte sich im Training am Mittelfuß und trat die Reise nach Gießen erst gar nicht mit an. „Wir hatten nicht ein einziges Training mit mehr als sieben Mann. So ist eine gute Vorbereitung unmöglich. Alle unsere Centerspieler konnten im Laufe der Woche nicht trainieren, “ sagte Trainer Mai bereits am Samstag. Da auch Julian Sensley und Ben Beran angeschlagen pausieren mussten, trainierte Mai einzig mit seinen Guards. Mit nur acht Mann, davon zwei angeschlagen, begaben sich die Ritter am Sonntagmorgen auf die Reise nach Hessen. In die Partie startete das Team mit der Starting Five bestehend aus Bryan Smithson, Ben Beran, Radi Tomasevic, Jannik Lodders und La-vonte Dority. Doch von Beginn an schien der gegnerische Korb wie vernagelt. Die ersten sechs Punkte gingen allesamt auf das Gießener Konto. Erst Ben Beran erzielte nach knapp drei Minuten die ersten Zähler für Kirchheim. Trainer Mai reagierte und nahm eine Auszeit. Diese schien auch erste Früchte zu tragen. Dority per Dreier und Lodders erzielten weitere Punkte. Doch so schnell die erste Hoffnung aufkeimte, so schnell verpuffte sie auch wieder. Immer wieder attackierten die Gießener, angetrieben vom eigenen Publikum, den Kirchheimer Korb und trafen beständig. 30 Punkte mussten die Kirchheimer im ersten Viertel hinnehmen, während auf der Gegenseite nur 14 Zähler zusammenkamen. Erinnerungen an den Rückrundenauftakt in Würzburg wurden wach. Auch hier verschliefen die Ritter das erste Viertel komplett und mussten fortan einem Rückstand hinterherlaufen. Konnte man sich in Würzburg nochmals herankämpfen und den Abstand verkürzen, so war an diesem Abend gegen die starken Gießener kein Mittel zu finden. Auch im zweiten Viertel setzten sich die Gastgeber Stück für Stück ab. Zwei aufeinanderfolgende Dreier von Hawley erhöhten den Zwischenstand auf 38:14. Wieder dauerte es knapp drei Minuten bis die Kirchheimer in Person von Radi Tomasevic die ersten Punkte erzielen konnten. Die Korbjäger ver-suchten nun Ruhe ins Spiel zu brin-gen und über den Kampf ins Spiel zu finden. Der eingewechselte Sensley erzielte einige Punkte und so konnte der Rückstand bis zur Pause konstant gehalten werden. Doch wer nun ge-hofft hatte, die Gießener würden einen Gang zurückschalten, der wurde enttäuscht. Weiter fokussiert und hochkonzentriert zu Werke gehend, erzielte die Mannschaft von Trainer Denis Wucherer auch die ersten Punkte der zweiten Halbzeit und erhöhte den Zwischenstand auf 60:31. Eine Demonstration der eigenen Stärke und wohl auch eine Revanche für die knappe Hin-rundenniederlage in der Sporthalle Stadtmitte war bereits zu diesem frühen Zeitpunkt gelungen. Die Ritter, nun an der Ehre gepackt, wollten sich trotz des großen Rückstands nicht kampflos ergeben und fanden nun ein wenig besser zum eigenen Spiel und erzielten Punkt für Punkt. Doch auch die Gie-ßener punkteten fleißig weiter, wodurch das Spiel nun keine ent-scheidende Wendung mehr nehmen konnte. „Diese Niederlage tut uns sehr weh. Vor allem wie sie zustande gekommen ist trifft uns. Heute war es uns nicht möglich, die Ausfälle zu kompensieren. Wir werden weiter hart arbeiten und ich hoffe, das die verletzten Spieler schnell zurückkehren, “ so der Trainer der Kirchheimer. Wann das sein wird steht jedoch noch nicht fest. Enosch Wolf tastet sich Schritt für Schritt an sein Comeback heran. Ein Kurzeinsatz im kommenden Heimspiel am Samstag gegen Baunach ist möglich. Bei Jordan Wild ist für Dienstag eine MRT-Untersuchung angesetzt. Diese soll Aufschluss über die Schwere der Verletzung geben.


Es spielten: Dority (13), Tomasevic (6), Krause (10), Smithson (4), Mampuya (2), Lodders (7), Sensley (16), Beran (13)