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Angeschlagene Ritter treffen auf Tabellenführer

11.12.2014

Nach drei Auswärtsspielen in Folge, erwarten die Kirchheimer Korbjäger am Samstag in der Sporthalle Stadtmitte den unangefochtenen Tabellenführer der ProA. Nach zuletzt zwei Niederlagen gegen Teams aus dem unteren Tabellendrittel und dem verletzungsbedingten Verlust von Center Enosch Wolf, stehen die Chancen der Ritter auf einen Heimsieg sehr schlecht. Dennoch werden die Kirchheimer versuchen, für eine faustdicke Überraschung zu sorgen. Es wäre nicht die erste dieser Art unter der Teck.


Mit nur zwei Niederlagen aus bislang 13 Saisonspielen, sind die s.Oliver Baskets aus Würzburg, die in der vergangenen Saison aus der Bundesliga absteigen mussten, bislang voll auf Kurs sofortiger Wiederaufstieg. Die Mannschaft von Trainer Doug Spradley, der zu Saisonbeginn seinen neuen Arbeitsplatz in Würzburg übernommen hatte, kam bislang nahezu ohne Störungen durch die Saison. Dies ist insofern beeindruckend, da dies in Verbindung mit einer extremen Verletzungsanfälligkeit geschah. Nahezu jeder Würzburger Spieler hatte im bisherigen Saisonverlauf seine Blessuren und musste aussetzen. Am Schlimmsten erwischte es Shooting Guard Stefan Jackson, der voraussichtlich für die restliche Saison ausfallen wird. Aber auch der ehemalige Tübinger Ruben Spoden, sowie US-Amerikaner Dennis Tinnon, der im vergangenen Jahr die meisten Double-Double`s der ProA erzielen konnte, hatten mit langwierigen Verletzungen zu kämpfen. Doch die Baskets gingen vor Saisonbeginn auf Nummer sicher und stellten ihren Kader extrem breit auf. Nichtsdestotrotz standen weitere Mittel für Nachverpflichtungen zur Verfügung. Jüngster Neuzugang ist Jeramine Mallet. Der ehemalige Göttinger verstärkt erst seit wenigen Wochen das Würzburger Team. Angeführt wird der Tabellenführer vom langjährigen Bundesligaspieler Darren Fenn. Der ehemaliger Center der Artland Dragons, besticht durch seine Vielseitigkeit und erzielt im Schnitt 15,3 Punkte für die Baskets. Ihm zur Seite stehen mit Jason Dourisseau (12,7) und Carlos Medlock (12,5) zwei weitere brandgefährliche Spieler. Den Kirchheimer Fans ist besonders Medlock noch in Erinnerung. Mit den Crailsheim Merlins gelangen dem Aufbauspieler in der vergangenen Saison zwei ungefährdete Siege gegen die Ritter, die nicht zuletzt dank eines überragend aufspielenden Carlos Medlock sehr deutlich ausfielen. Mit dem früheren Ulmer Bundesligaspieler Sebastian Betz, hat Trainer Spradley zudem eine weitere erfahrene Alternative zur Verfügung. Nicht umsonst wurden die Würzburger von nahezu jedem ProA-Trainer bereits vor der Saison als eindeutiger Meisterschaftsanwärter gesehen. Auch die bisherigen Auftritte ließen keinerlei Zweifel am nahezu übermächtigen Auftreten der Baskets. Einzig den Mannschaften aus Heidelberg und Gotha ist es bislang gelungen, den Run des Tabellenführers zu durchbrechen. Ob auch den Kirchheimern eine solche Überraschung gelingen wird, steht noch in den Sternen. Die Vorzeichen dafür sind jedoch alles andere als gut. Zwar kehrte Aufbauspieler Bryan Smithson Anfang der Woche wieder ins Training zurück, jedoch ohne den verletzten Center Enosch Wolf und einem angeschlagenen Smithson, taten sich die Ritter am vergangenen Wochenende beim Auftritt in Baunach sehr schwer. Besonders die Defensive offenbarte ungewohnte Schwächen. „In Baunach haben wir viel zu viele individuelle Fehler gemacht. Die dürfen wir uns gegen Würzburg nicht erlauben, “ sagte Trainer Michael Mai. Ohnehin scheint die Konstanz das bisherige Problem der jungen Kirchheimer Truppe zu sein. Siegen gegen den Tabellenzweiten, -dritten, -vierten und –fünften, stehen Niederlagen gegen den Tabellenvierzehnten und- dreizehnten gegenüber. Dies spricht jedoch auch für die Qualität der Kirchheimer Truppe, die am Samstag als klarer Underdog nun zum wiederholten Mal für eine Überraschung sorgen könnte. Zum Weihnachtsspiel der Ritter, gibt es zudem eine Halbzeitshow der Tanzgruppe New Step Crew. Spielbeginn ist am Samstag um 19:30 Uhr.