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Tapfere Knights unterliegen Jena

09.11.2014

Stark gekämpft, dennoch verloren: Nach drei Siegen bei einer Niederlage aus den letzten vier Spielen, mussten sich die Kirchheim Knights zuhause gegen Science City Jena mit 72:80 (40:45) geschlagen geben. In einer von aggressiver Defensive geprägten Partie hatten die favorisierten Gäste stets eine Antwort parat, konterten jedes Aufbäumen der Knights mit Treffern zu wichtigen Zeitpunkten. In der noch unvollständigen Tabelle der Zweiten Basketball Bundesliga Pro A rangiert Kirchheim nach Spieltag neun mit acht Punkten nun auf Platz zwölf. Jena manifestierte hingegen seine Position in den Top-4.
"Ich kann und will meiner Mannschaft heute keinen großen Vorwurf machen. Wir haben alles gegeben und aufopferungsvoll gekämpft. Gegen diesen starken Gegner hat es leider nicht gereicht, denn wir haben uns doch ein paar Fehler zu viel erlaubt und nicht gut genug getroffen", zog Knights-Coach Michael Mai ein realistisches Fazit. Vor allem die harte Ganzfeld-Pressverteidigung der Truppe aus Jena stellte die Ritter dabei immer wieder vor größere Probleme. Von der ersten Minute an setzten die Gäste Kirchheim unter massiven Druck, wollten das Heimteam so eines frühen offensiven Rhythmus' berauben.
Zunächst agierten die Knights - nach den jüngsten Erfolgen mit reichlich Selbstvertrauen ausgestattet - jedoch clever, befreiten sich immer wieder spielerisch aus schwierigen Situationen und lagen so Mitte des ersten Viertels mit 10:8 in Führung. Als diese wenig später auf 16:11 anwuchs, schienen das Heimteam die Kontrolle zunächst an sich gerissen zu haben. Eine gute Phase der Gäste brachte Kirchheim jedoch einen, wenn auch knappen, 24:25 Rück-stand nach dem ersten Viertel ein. Viele Wechsel auf beiden Seiten brachten zu Beginn des zweiten Spielabschnitts den offensiven Rhythmus etwas durcheinander - Kampf, Defensive und Einsatz gewannen die Oberhand.
Der extrem breit und hochkarätig besetzte Kader der Gäste machte sich nun bemerkbar. Jena setzte sich Punkt um Punkt ab. Nach knapp vier gespielten Minuten des zweiten Viertels betrug der Rückstand der Knights bereits zehn Punkte (26:36). Jedoch steckte die Truppe von Coach Mai keinesfalls auf, brachte sich mit einem 8:2-Zwischenspurt zum 34:38 wieder in Schlagdistanz. Bis zum 40:45 Halbzeitstand blieb der Abstand dann relativ konstant - für die Ritter war nach wie vor alles drin. "Offensiv lief es für uns heute vor allem in der zweiten Halbzeit gar nicht, und so wird es natürlich sehr schwierig, Spiele zu gewinnen", konstatierte Coach Mai unumwunden. "Jedoch hat mich vor allem der Charakter meines Teams überzeugt und auch der Wille, dann andere Wege zu gehen, um dennoch das Spiel zu gewinnen."
Einen schwarzer Tag in der Offensi-ve mit einer extrem schwachen Dreierquote von 17% (4/24) sowie lediglich 15 Treffern aus der Zwei-Punkte-Distanz versuchten die Knights so mit einer exzellente De-fensivleistung zu kompensieren. Zu Beginn von Hälfte zwei klappte dies dann zunächst auch vorzüglich. Kirchheim gestattete Jena in den ersten fünf Minuten des dritten Viertels lediglich vier Punkte, glich das Spiel in der Folge zum 49:49 aus. Die ständigen Aufholjagden forderten dann jedoch zwischenzeitlich ihren Tribut. Die müden Ritter begingen mehrere unnötige Fehler, die schwache Wurfquote sorgte zusätzlich dafür, dass sich die Gäste mit einem 17:5-Lauf auf 66:54 zum Ende des Spielabschnitts absetzten.
Dennoch gaben sich die Ritter - angetrieben von den Zuschauern ind er Sporthalle Stadtmitte - bis zum Ende des Spiels nicht geschlagen, kamen durch exzellente Defensive und einige gelungene Offensivaktionen knapp 80 Sekunden vor dem Ende noch einmal auf 72:78 heran. Besonders beeindruckend: Trotz zahlreicher Offensivspezialisten auf dem Feld, gelangen Jena in den letzten fünf Minuten lediglich magere vier Punkte. Mit einer besseren Wurfquote und weniger Fehlern wäre für die Knights also durchaus ein Favoritensturz möglich gewesen. Letztlich setzte es mit 72:80 jedoch die fünfte Saisonpleite.

Es spielten: LaVonte Devon Dority (4), Radivoj Tomasevic (5), Daniel Krause (3 Punkte), Enosch Wolf (9 / 6 Rebounds), Bryan Smithson (9 / 7), Jacob Mampuya (0), Jannik Lodders (11 / 5), Tobias Heintzen (0), Keith Gabriel (12 / 4), Jordan Wild (7), Ben Beran (12 / 7).