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Nächster Hochkaräter zu Gast

06.11.2014

Die Heimspielwochen der Kirchheim Knights gehen in die nächste Runde. Gegner am kommenden Samstag ist Science City Jena. Der Tabellensechste kommt mit vier Siegen aus den letzten fünf Partien in die Teckstadt gereist und geht als Favorit in das Spiel. Bei den Kirchheimern steht nach bislang drei Heimsiegen die Verteidigung der Festung Sporthalle Stadtmitte auf dem Programm. Mit einem Sieg könnten die Korbjäger zudem den Platz im oberen Tabellendrittel festigen.

Acht Spieltage sind in der 2.Basketball-Bundesliga absolviert. Ein Herkules-Programm mit zwei Doppelspieltagen liegt hinter den Mannschaften. Zeit für ein kurzes Zwischenfazit. Die Kirchheimer Zweitligabasketballer sind erfolgreich gestartet. Vier Siege aus den ersten acht Partien stehen zu Buche und somit der 8. Tabellenplatz. Dieser würde zur Playoffqualifikation ausreichen. Vor allem zuhause treten die Korbjäger ungemein heimstark auf. Bislang gelang es nur den Hamburg Towers, die Ritter in Kirchheim zu bezwingen. Doch noch mehr als die Ergebnisse, beeindruckte das Auftreten der jungen Ritter-Truppe von Trainer Michael Mai. Drei äußerst unglückliche Niederlagen gegen ambitionierte Mannschaften, verweigerten eine noch bessere Zwischenplatzierung. Doch nun ist der Überraschungseffekt verpufft. Zum ersten Mal gelang es einer Mannschaft, die Ritter über ein Spiel hinweg zu kontrollieren. Dass es dabei der Bundesligaabsteiger aus Vechta war, der den Kirchheimern am vergangenen Sonntag die erste deutliche Niederlage zufügte, ist dabei für Michael Mai nur eine Randnotiz. „Wir haben am Sonntag im ersten Viertel einfach schlecht gespielt. Danach war es ausgeglichen. Der Doppelspieltag oder die lange Anfahrt sind für mich dabei keine Ausreden. Wir haben einfach nicht das gespielt was wir können, „sagte Mai. Unter der Woche stand somit die Aufarbeitung der beiden Spiele des letzten Wochenendes auf dem Programm. Doch auch die Vorbereitung auf Jena begann früh. Mit dem Team von Trainer Björn Harmsen, erwarten die Ritter eine ganz spezielle Truppe. Nicht erst seit dem letzten Auftritt in der Sporthalle Stadtmitte weiß man in Kirchheim, das Jena über eine ganz eigene Spielweise verfügt. Dabei wendet Harmsen oft das Mittel der Ganzfeldverteidigung an. Die gegnerischen Spieler werden dabei bereits ab der eigenen Zone hauteng verteidigt. Dies unterbindet einen geordneten Spielaufbau und zwingt den Gegner zum Improvisieren. Eine riskante, jedoch ungemein effektive Verteidigungsart, die zudem sehr kraftraubend ist. Daher hat Harmsen seinen Kader breit aufgestellt. Dies spiegelt sich auch in der Statistik wieder. Sieben Jenaer erzielen im Schnitt mehr als sieben Punkte pro Spiel. Die Einsatzzeiten seines großen Kaders sind dabei ebenfalls gleichmäßig verteilt. Dies bereitet vor allem dem Verteidgungsstrategen Mai derzeit Kopfzerbrechen. „Jena hat sehr viele Offensivoptionen. Das wird ein hartes Stück Arbeit, “ ist sich Kirchheims Trainer sicher. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf Topscorer Wayne Bernard. Der ehemalige Ludwigsburger erzielt im Schnitt 13,3 Punkte. Doch vor allem seine Defensivqualitäten schätzt Harmsen. Im Vorjahr konnten sich die Kirchheimer vor heimischem Publikum in beeindruckender Weise gegen die Jenaer durchsetzen. Doch die Gäste haben ihr Mannschaftsbild nahezu komplett verändert. Neben Bernard, stießen mit Brady Morningstar (12,8 Punkte), Mantas Virbalas (10,8), Sascha Leutloff (10,5), Jakubas Gintvainis (7,6), Kendall Chones (8,9) und Anthony Henriquez (9,6) weitere herausragende Akteure zum Team. Die Kirchheimer hingegen, werden daher versuchen, das Spiel in die gegnerische Zone zu verlegen, um ihre Stärken unter den Brettern auszuspielen. Weiterhin sind die Teckstädter um Enosch Wolf, Ben Beran und Co. das Reboundstärkste Team der 2.Basketball-Bundesliga. Ob dieser Vorteil auch gegen das ungemein schnelle Spiel der Jenaer hilft, wird sich am Samstag zeigen. Spielbeginn ist um 19:30 Uhr in der Sporthalle Stadtmitte.