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Turnaround geschafft: Knights kommen wieder ins Rollen

19.10.2014

Nach drei Niederlagen in Serie konnten die Basketballer der Kirchheim Knights am Samstagabend in der Sporthalle Stadtmitte vor ca. 900 Zuschauern den zweiten Heimsieg der noch jungen Saison verbuchen. Dank einer fantastischen Defensivleistung in der zweiten Halbzeit, gewannen die Ritter mit 77:72 gegen den Favoriten und Playoff Kandidaten aus Gießen. Mit 19 Punkten wurde Jordan Wild zum Topscorer auf Kirchheimer Seite. Die Big Plays am Ende machte jedoch Youngster Jannik Lodders.

Es gehört schon einiges An Mut dazu, am Ende einer Partie, in der es ständig eng zugeht, die entscheidenden Würfe zu nehmen. Die Kirchheimer haben für solche Würfe viele Kandidaten. Kapitän Radi Tomasevic, Ben Beran oder Bryan Smithson würde man zunächst vermuten. Doch an diesem Abend nahm Jannik Lodders das Herz in beide Hände und drückte aus der Ecke per Dreier ab. Der vor-entscheidende Stoß ins Gießener Herz wenige Minuten vor dem Ende der Partie, der den Vorsprung der Ritter auf sieben Punkte erhöhte und die Gäste letztlich zwang, in der Endphase des Spiels, Kirchheims Spieler zu foulen um Zeit zu sparen. Diese ließen sich davon jedoch nicht beeindrucken und verwandelten si-cher. Sollte dann mal ein Freiwurf nicht sitzen, waren dann wieder Lod-ders oder Wild, der zusätzliche zehn Rebounds beisteuern konnte, per Offensivrebound zur Stelle, um an-schließend selbst zweimal sicher von der Linie zu verwandeln. Zu Beginn der Partie sah es nicht danach aus, als könnten sich die Ritter von der bitteren Niederlagenserie erholen. Die Teckstädter starteten mit einer veränderten Startformation. Jordan Wild und Jannik Lodders rückten in die erste Fünf. Keith Gabriel und Enosch Wolf nahmen zunächst auf der Bank Platz. Gießen überraschte mit einer Pressverteidigung, die die Kirchheimer schnell zu Fehlern zwang und Point-Guard Bryan Smit-hson nahezu völlig aus dem Spiel nahm. An einen ruhigen Spielaufbau war aufgrund des hohen Drucks nicht zu denken. Schnell gelangten die Gäste in Führung. Trainer Mai reagierte mit einer schnellen Auszeit, doch auch danach schien sich das Bild nicht zu verändern. Die 46ers machten enormen Druck. Doch bereits zu diesem frühen Zeitpunkt war zu erkennen, dass es nicht mög-lich ist, diesen Spielstil über 40 Minuten durchzuziehen. Gäste-Coach Wucherer musste früh wechseln, um seinen etablierten Kräften Verschnaufpausen zu gönnen. Doch was da von der Bank kam, hatte ebenfalls Rang und Namen. Besnik Bekteshi traf sofort seinen ersten Dreier und zeigte seine in Kirchheim bekannten Defensivqualitäten. Doch nun fingen sich die Ritter so langsam und Gie-ßen musste dem Tempo Tribut zollen. Daniel Krause per Dreier und Jordan Wild mit einigen sehenswerten Aktionen, hielten die Ritter im Spiel. Beim Reboundduell unter dem eigenen Korb erlitt Enosch Wolf einen Cut an der Au-genbraue und musste in der Kabine behandelt werden. Aber die Korbjä-ger waren nun im Spiel angekommen und dominierten nun. Beim Stand von 35:35 schienen die jungen Kirchheimer das Spiel im Griff zu haben, doch es folgte der nächste Einbruch. Drei verfehlte Dreier von Kapitän Tomasevic und leichte Ballverluste ermöglichten den Gästen einen 10:0 Lauf. In die Kabinen ging es mit einem 43:51 Rückstand aus Kirchheimer Sicht. Doch diese kamen wie verwandelt aufs Feld zurück. Sofort übernahmen die Hausherren das Kommando und zwangen den Gast zu weiteren Fehlern und schweren Würfen. Immer wieder halfen sich die Kirchheimer in der Verteidigung gegenseitig und stopften nahezu jedes Loch. In den folgenden 19 Spielminuten erzielte Gießen insge-samt nur 15 Punkte. Sechs davon im gesamten dritten Viertel. Vor allem unter den Körben übernahmen Eno-sch Wolf, Ben Beran, Jordan Wild und Jannik Lodders das Kommando und griffen sich nahezu jeden Rebound. Selbst Kapitän Tomasevic, der vielmehr für unglaubliche Dreier, anstatt für Rebounds bekannt ist, griff sich sechs entscheidende Ab-praller. Dennoch blieb die Partie weiterhin spannend, den auch Kirchheim fand in der Offensive nicht immer seinen Rhythmus. Nach dem Dreier von Lodders und einem Dunking von Geburtstagskind Eno-sch Wolf, der an seinem 24. Geburtstag mit 18 Punkten und 13 Rebounds ein Double-Double verbuchen konnte, hielt jedoch die Defensive den Vorsprung bis eine Minute vor Spielende. Besnik Bekte-shi zweimal per Dreier verkürzte nochmals und zwang die Kirchhei-mer abermals an die Linie, die jedoch den Sieg nun nach Hause bringen konnten. „Der Sieg heute war enorm wichtig für uns. Entschei-dend war die Steigerung in der zwei-ten Halbzeit. Vor allem unsere Reboundarbeit hat heute den Unter-schied gemacht, “ so ein zufriedener Michael Mai nach Spielende. Durch die beiden wichtigen Punkte verbes-sern sich die Knights in der Tabelle und finden sich nun auf dem 10.Tabellenplatz wieder. Am kom-menden Wochenende begeben sich die Kirchheimer auf Auswärtsfahrt nach Paderborn. Diese mussten sich am Samstag in Nürnberg mit 73:92 geschlagen geben.

Es spielten: Tomasevic (6), Smithson (10), Beran (9), Gabriel (3), Wolf (18), Krause (7), Lodders (5), Wild (19), Mampuya (0)