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Ein Derby unter besonderen Vorzeichen

10.10.2014

Am kommenden Sonntag treffen die Kirchheim Knights auf die MLP Academics Heidelberg. Das erste Derby der Saison 2014-15 steht dabei unter ganz besonderen Vorzeichen, da die Ritter auf ihren Ex-Trainer Frenkie Ignjatovic treffen, der die Knights erst vor wenigen Monaten verließ. In der Vorbereitung trafen beide Mannschaften bereits zweimal aufeinander. Jeweils siegte die Truppe aus Heidelberg. Für Kapitän Radi Tomasevic wird das Aufeinandertreffen mit seinem Lehrmeister, ein ganz besonderes Spiel.

Nachdem sich die Korbjäger am vergangenen Wochenende zweimal äußerst knapp geschlagen geben mussten, richtete Trainer Mai seinen Fokus schnell auf die nächste Partie. „Für uns ist das Spiel in Heidelberg sehr wichtig. Dennoch geht es trotz aller Verbindungen um zwei Punkte. Diese wollen wir nach Kirchheim holen. Alles andere interessiert erstmal nicht, “ so Kirchheims neuer Chef an der Seitenlinie. Den Niederlagen aus der Vorbereitung schenkt man unter der Teck dabei wenig Aufmerksamkeit. „Wir waren damals noch nicht so weit, wie wir es heute sind“, so Mai. Einiges hat sich in der Zwischenzeit getan. Die Eindrücke der ersten drei Saisonspiele stimmen das Umfeld sehr positiv. Was jedoch bislang fehlte, waren die Punkte. Sowohl in Chemnitz, wie auch gegen Hamburg, fehlte am Ende die nötige Abgezocktheit einer erfahrenen Truppe, um die Punkte aufs eigene Konto zu bringen. Individuelle Fehler wurden analysiert und unter der Woche aufgearbeitet, um gestärkt ins Spiel gegen den direkten Konkurrenten zu gehen. Nicht gerade vereinfacht wurde die Situation durch einige krankheitsbedingte Trainingsausfälle. Jannik Lodders und Bryan Smithson hatten mit leichten Erkältungen zu kämpfen. Beide sind jedoch am Sonntag einsatzbereit. Anders scheint es da dem Gegner zu gehen. Am letzten Spieltag verletzte sich Centerspieler Chris Gadley am Sprunggelenk. Ob er am Sonntag gegen Kirchheim wieder mitwirken kann entscheidet sich kurzfristig. Für Heidelberg wäre Gadley ein schmerzhafter Ausfall. Zu dominant tritt der Koloss unter den gegnerischen Körben auf. Bei seinem letzten Auftritt in Kirchheim (damals noch als Spieler von Leipzig), erzielte Gadley ein Triple-Double. Dennoch bereiten sich die Ritter auf alle Eventualitäten vor. Besondere Aufmerksamkeit erhält dabei Flügelspieler Nico Adamczak. Der deutsche Forward erzielte in der bisherigen Saison 15 Punkte im Schnitt und zählt zu den besten Spielern auf seiner Position. Ihn zu bewachen, dürfte Hauptaufgabe der Kirchheimer Defensive sein. Dennoch verfügt Heidelberg über weitere Spieler, die ihresgleichen in der Liga suchen. Mit Point-Guard Marco Grimaldi, leitet ein langjähriger Bundesligaspieler die Geschicke der Ignjatovic-Truppe. Ihm zur Seite stehen mit Brad Tinsley und Kelvin Martin zwei US-Amerikaner, die sowohl in der Offensive und Defensive ihre Stärken haben. Vor allem Martin sorgte in den bisherigen Spielen mit atemberaubenden Dunkings für die Leckerbissen. Unter den Körben haben die Academics ebenfalls kräftig aufgerüstet. Neben Gadley wurde aus Leverkusen John Eggleston verpflichtet. Der Amerikaner gilt als äußerst intelligenter und vielseitiger Spieler. Mit Ex-Ritter Nils Menck und Waverly Austin verlieren die Heidelberger bei Wechseln ebenfalls kaum an Qualität. Überraschend ist bislang einzig der Saisonverlauf der Gastgeber. Zum Auftakt gewannen die Mannen von Trainer Ignjatovic gegen Ehingen. Es folgten zwei deutliche Niederlagen gegen Essen und Vechta. Zu wenig für die Heidelberger, die als Ziel die Playoffs ausgegeben haben. Dies soll sich nach Ansicht von Kapitän Tomasevic auch nicht allzu schnell ändern. „Natürlich wünsche ich mir, das Frenkie seine Saisonziele erreicht. Aber es darf ruhig noch eine Woche länger dauern, bevor Heidelberg wieder gewinnt. Diese beiden Punkte holen wir uns, “ so Kirchheims Routinier. Spielbeginn ist am Sonntag um 17 Uhr im Olympiastützpunkt in Heidelberg.