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Knights verpassen zweiten Saisonsieg

06.10.2014

Ein ganz bitteres Wochenende fand am Sonntagabend in der Sporthalle Stadtmitte seinen Abschluss für die Basketballer der Kirchheim Knights. Mit 88:87 mussten sich die Ritter äußerst knapp gegen den Konkurrenten aus Hamburg geschlagen geben. Nach langer Führung gingen die Hanseaten erst 16 Sekunden vor Schluss in Führung. Der letzte Wurfversuch von Bryan Smithson jenseits der Mittellinie verfehlte nur um Haaresbreite sein Ziel. Nach drei Spieltagen stehen die Ritter nun auf dem 12.Tabellenplatz.

Der Sport kann manchmal grausam sein. Nach der Niederlage am Freitag in Chemnitz, wo man sich nach starkem Kampf erst nach doppelter Verlängerung geschlagen geben musste, konnten die Teckstädter auch am Sonntag vor heimischem Publikum eine sehr starke Leistung nicht mit dem Sieg krönen. „Am Ende haben uns ein paar entscheidende Rebounds gefehlt. Die Niederlage ist extrem bitter für unser junges Team, “ so die erste Reaktion von Kirchheims neuem Trainer Michael Mai. Erst in der letzten Spielminute verspielten die Ritter den knappen Vorsprung. Bryan Smithson, mit 27 Punkten überragender Akteur auf dem Parkett und Topscorer des Abends, brachte seine Mannschaft mit 87:82 per Dreier in Front. Doch danach trafen nur noch die Gäste. Ben Beran zweimal per Korbleger und Distanzwurf und letztlich Smithson mit dem Verzweiflungswurf mit Ablauf der Spielzeit, fanden kein Glück in ihren Aktionen. Zunächst starteten die Ritter gut in die Partie. Vor allem die harte Defensive, zwang Hamburg ein ums andere Mal zu schweren Würfen. Kirchheim seinerseits verließ sich auf ihren Anführer Bryan Smithson, der sowohl in Korbnähe, als auch aus der Distanz schnell seinen Rhythmus fand. Er erzielte im Alleingang zwölf Punkte und sorgte so für die 25:20 Führung nach dem ersten Viertel. Im zweiten Viertel entwickelte sich dann eine hektische Partie. Technische Fouls brachten zudem das Publikum ins Spiel. Hamburg versuchte, durch aggressive Verteidigung die Kirchheimer zu Fehlern zu zwingen. Und die jungen Teckstädter ließen sich zunächst anstecken und verfielen in Hektik. Coach Mai reagierte und brachte seine Mannen in der Auszeit zurück auf Kurs. Die Führung wechselte nun mehrmals, bevor Kirchheim zum Ende der ersten Hälfte noch einmal davonziehen konnte. Mit 50:46 ging es in die Kabinen. Auch im dritten Viertel blieb die Intensität der Partie hoch. Es wurde um jeden cm gekämpft. Wieder konnten sich die Kirchheimer einen leichten Vorteil erarbeiten und gingen mit 70:64 in Führung, bevor es in den Schlussabschnitt ging. Kirchheim dominierte und fand immer wieder einen Weg, den starken Hamburger Center Michael Wenzl aus der Gefahrenzone zu halten. Doch Hamburgs Topscorer Will Barnes übernahm nun in der Offensive das Kommando. Immer wieder suchte er erfolgreich den Zug zum Korb und netzte ein. Die Ritter versuchten alles und wurden vom stehenden Publikum lautstark unterstützt, doch in der hektischen Schlussphase fehlte letztlich das Quentchen Glück und die Kraft, die durch die zusätzliche Spielzeit in Chemnitz nun an ihre Grenzen stieß. Nichtsdestotrotz scheint sich die neue junge Kirchheimer Truppe viele Sympathien zu erspielen. In den Schlussminuten der Partie feuerte das Publikum ihre Mannschaft auch während den Auszeiten durchweg an und verbreitete somit eine fantastische Stimmung in der Sporthalle Stadtmitte. Am kommenden Wochenende treffen die Ritter nun auf Heidelberg. Diese starteten ihrerseits ebenfalls mit einem Sieg und zwei Niederlagen in die noch junge Saison. Für beide Mannschaften ist dies also bereits ein wichtiges Duell. Für die Teckstädter ist es das Wiedersehen mit Ex-Trainer Frenkie Ignjatovic, der seit dieser Saison in Heidelberg das Sagen an der Seitenlinie hat. In der Vorbereitung mussten sich die Kirchheimer zweimal den Heidelbergern geschlagen geben, daher gibt es hier noch eine offene Rechnung für Kirchheims Korbjäger. Spielbeginn ist am Sonntag um 17 Uhr im Heidelberger Olympiastützpunkt.

Es spielten: Tomasevic (5), Smithson (27), Beran (9), Gabriel (10), Wolf (10), Krause (6), Lodders (10), Wild (10), Mampuya (0), Heintzen (n.e.)