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Playoff Traum geplatzt

30.03.2014

Nach der großartigen Leistung am Freitag, beim Heimsieg gegen Gießen, mussten sich die Kirchheim Knights am Sonntagnachmittag in Gotha mit 96:82 geschlagen geben. In einer kampfbetonten Partie, dominierten die Hausherren von Beginn an. Die Teckstädter versuchten lange Zeit im Spiel zu bleiben, doch auf näher als einen Sechs-Punkte-Rückstand kamen die Ritter nicht. Am Ende zeigten die Gothaer an der Freiwurflinie ihre Klasse und erhöhten damit die Differenz nochmals deutlich. Mit 21 Punkten war Center Björn Schoo Topscorer auf Kirchheimer Seite.

Durch den fantastischen Heimsieg gegen Gießen, hatten sich die Mannen von Trainer Ignjatovic das Finale um die Playoffs in Gotha erarbeitet. Die Hausherren benötigten jedoch ebenfalls die beiden Punkte zur sicheren Qualifikation für die Finalrunde. Es war also alles angerichtet für das große Playoff Finale. Das Spiel war von Beginn an vom Kampf geprägt. Beide Defensivreihen dominierten zunächst und hielten den Gegner klug vom eigenen Korb weg. Ohne Shooting Guard DJ Byrd, der weiterhin an einer Innenbandverletzung laboriert, bereitete besonders Björn Schoo den Gothaern große Kopfschmerzen. Beim Zwischenstand von 14:12 ging es in die Viertelpause. Acht Punkte gingen da bereits auf das Konto des Kirchheimer Center. Im zweiten Abschnitt waren es dann jedoch die Gastgeber, die von Beginn an Druck aufbauten und nun auch in der Offensive ins Rollen kamen. Besonders Chase Griffin, der mit 24 Punkten zum Topscorer der Partie avancierte, hatte sein Visier nun richtig eingestellt. Bei den Rittern zeigte sich nun, dass der Sieg vom Freitagabend noch in den Knochen steckte. Immer wieder fehlten wenige cm um den Gegner am Punkten zu hindern. Zur Halbzeit lagen die Knights mit 33:44 zurück. Hoffnung gab den Rittern jedoch der Auftritt zwei Tage zuvor. Auch hier ging man mit einem Rückstand in die Kabine, um dann im dritten Abschnitt große aufzuspielen. Angetrieben von einigen mitgereisten Fans, kam nun auch endlich die Kirchheimer Offensive im Spiel an. Es entstand ein Schlagabtausch, bei dem beide Mannschaften keinen entscheidenden Stich setzen konnten. Immer wieder hatten die Rockets die passende Antwort parat. Beim Stand von 68:56 für die Gothaer, ging es in den Schluss Abschnitt. Trainer Ignjatovic schenkte Mike Baumer das Vertrauen und der junge Guard zeigte sein Potenzial. Mit klugen Anspielen dirigierte Baumer das Spiel. Die Hausherren schienen nun nervös zu werden. Der Rückstand verkürzte sich nun zusehends und die Kirchheimer drückten aufs Tempo. Max Rockmann (15 Punkte) mit einigen sehenswerten Distanzwürfen, brachte sein Team immer näher heran. Knapp fünf Minuten vor dem Ende stand es 73:67 für die Hausherren. Und Kirchheims Defensive wollte unbedingt den Ballgewinn. Sie zwangen die Gothaer zu einem Verzweiflungswurf aus knapp neun Metern, den Griffin jedoch eiskalt verwandelte. Die mit ca. 1700 Zuschauern ausverkaufte Halle stand Kopf. Die Ritter versuchten nochmals alles, doch Gotha fand nun wieder seinen Rhythmus und führte geschickt die Angriffssysteme aus. Zum Ende der Partie mussten die Korbjäger bereits früh foulen um Zeit zu sparen, doch die Gothaer versenkten traumwandlerisch sicher und zogen somit verdient in die Playoffs ein. Da auch Heidelberg seine Partie verloren geben musste, wären die Ritter bei einem Sieg als 7. in die Playoffs eingezogen und hätten sich mit den Crailsheim Merlins messen dürfen. Zu diesem Duell kommt es nun leider nicht. Die Enttäuschung war den Kirchheimer Spieler nach Spielende deutlich anzumerken. Dennoch dürfen sich Mannschaft und Trainer über eine gelungene Saison 2013-14 freuen.

Es spielten: Tomasevic (11), Baumer (5), Buntic (0), Adeberg (3), Speaks (4), Rockmann (15), Smithson (10), Schoo (21), Beran (13)