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Ohne Vier ins n?chste Jahr

27.12.2012

Foto: Gerd Käser - Die VfL Kirchheim Knights dünnen ihren Kader aus und werden den Kampf um den Klassenerhalt im neuen Jahr ohne Kosta Karamtskos, Cooper Land, Mike Henderson sowie Shkelzen Bekteshi angehen. Während mit Karamtskos ein gegenseitiger Aufhebungsvertrag geschlossen wurde, trennten sich die Ritter von Henderson während der vereinbarten Testphase. Cooper Land schaffte mit seinem Heimflug in die USA dagegen selbst die Tatsache, die aber schlussendlich zu seiner einvernehmlichen Trennung führte. Eigengewächs Bekteshi setzt ab sofort seinen Fokus voll auf sein berufliches Weiterkommen.

"Die letzten Wochen waren für uns alle nicht einfach. Nach vielen Diskussionen und Gesprächen hoffen wir nun eine Lösung gefunden zu haben, die es dem Team ermöglicht, sich zu finden", gab der sportliche Leiter Lenger kurz vor seiner Abreise in seinen Weihnachtsurlaub bekannt. Eine Pause, die den Rittern und ihrem Coach Ignjatovic angesichts der sportlichen Situation nicht vergönnt war. Bereits am 2. Weihnachtsfeiertrag stand auch Dank des Entgegenkommens der Stadtverwaltung eine Trainingseinheit auf dem Programm. Die erwarteten persönlichen Konsequenzen waren zu diesem Zeitpunkt bereits jedoch vollzogen.

Kosta Karamatskos, der Ende September kurzfristig für den verschollenen Chennoufi nachverpflichtet wurde, brachte ebenso wie Mike Henderson nicht die erwartete Verstärkung. Insbesondere dem 26-jährigen Deutschen mit griechischen Wurzeln muss großen Respekt für sein äußerst professionelles Verhalten gezollt werden in einer auch für ihn sehr schwierigen Situation, die nun darin mündete, dass er sich mit einer Vertragsauflösung zum Jahresende einverstanden gezeigt hat. "Leider hat Kosta nie die von ihm erwartete Leistung zeigen können, sein Verhalten und sein Einsatz war aber jederzeit frei von jeglicher Kritik", so Coach Ignjatovic, der ihm noch die besten Wünsche mit auf dem Weg gibt. Karamtskos wird sich bis auf Weiteres bei den Knights fit halten. Dies trifft ebenfalls auf Mike Henderson zu, der nach seiner überwundenen Knöchelverletzung eventuell sogar den Weg in die Oberligamannschaft des VfL Kirchheim findet, um diese im Kampf um den Klassenerhalt zu unterstützen. Dort könnte er dann auf Shkelzen Bekteshi treffen, der nun endgültig den Kader der Knights verlassen hat, um sich mehr auf sein berufliches Fortkommen zu konzentrieren.

Cooper Land hat für manch Außenstehenden eher überraschend selbst für die Tatsache gesorgt, dass die Ritter und er ab sofort getrennte Wege gehen. Schon in einem intensiv geführten Gespräch nach der Heimniederlage gegen Göttingen stellte sich heraus, dass das Vertrauensverhältnis zwischen Coach und Spieler zumindest auf zerbrechlichem Boden gebaut ist. Auf der einen Seite stand die Vermutung im Raum, die enttäuschenden Leistungen Coopers vor allem in der Defense hingen auch mit seiner immer noch nicht auskurierten Knieverletzung zusammen, andererseits vermisste Land das Vertrauen des Trainers in seine Leistungsfähigkeit. "Ich habe das Gefühl gehabt, dass ich der Mannschaft in der aktuellen Situation nicht mehr helfen kann", so Land , für den das Packen der Koffer der einzig schlüssige Weg erschien. "Wir bedauern sehr, dass es einfach nicht passte, danken Cooper aber für seine professionelle Einstellung und wünschen ihm alles Gute", drückte auch Ignjatovic sein Bedauern aus.

Das was sich in den letzten Jahren immer nahezu nahtlos ineinander gefügt hat, passte in diesem Saison absolut nicht zusammen. Der neue sportliche Leiter Karl-Wilhelm Lenger wird nun gemeinsam mit seinen Kollegen und dem Coach nach einer Alternative auf der Cooper-Position Ausschau halten. Gut möglich, dass der eine oder andere Spieler bereits in den nächsten Tagen im Training getestet wird. Einen Schnellschuss wird es jedoch angesichts der jüngst gemachten Erfahrungen nicht geben. Zu tief sitzt doch die Erkenntnis, mit einem ständig rotierenden Personalkarussell einer Teambildung entgegenzuwirken. "Wir sprechen dem jetzigen Team bewusst unser Vertrauen aus", so unisono die Stimme aus dem sportlichen Management. Einen ersten Schritt des Zusammenwachsens kann die Mannschaft am kommenden Samstag bereits beim Trainingsspiel in Ehingen gehen.