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Kampf wird nicht belohnt

02.03.2019

Mit 84:77 mussten sich Kirchheims Zweitligabasketballer beim ersten Duell des Doppelspieltages der Barmer 2.Basketball-Bundesliga in Trier geschlagen geben. Dabei dominieren die Trierer über weite Teile des Spiels das Geschehen. Am Ende kommen die Ritter dank großem Kampf nochmal heran, doch ein überragender Johannes Joos beendet die Kirchheimer Aufholjagd.  


 


Viel vorgenommen hatten sich Kirchheims Korbjäger für den 24. Spieltag in Deutschlands zweithöchster Spielklasse. Nach dem fulminanten Heimsieg gegen Karlsruhe wollte die Truppe von Trainer Mauro Parra gegen strauchelnde Trierer nachlegen, aber es sollte anders kommen. Die ersten Würfe der Trierer saßen traumwandlerisch sicher. Ob unter den Körben oder aus der Distanz, gegen die Gladiators war kein Kraut gewachsen. Auch gegen die sonst so gut funktionierende Zonendeckung der Teckstädter fanden Bucknor und Co. immer wieder Lösungen.  Ziel der Trierer Angriffsbemühungen war zumeist Ex-Ritter Johannes Joos. Und der Center hatte sich gegen seinen früheren Verein offenbar viel vorgenommen. 13 Punkte alleine im ersten Viertel sammelte der 2,07m große Trierer und sorgte so für die 25:17 Führung. Am Ende des Spiels hatte Joos 27 Zähler auf seinem persönlichen Konto und wurde Topscorer des Abends. Die Kirchheimer blieben dran. Nachdem die erste Angriffswelle eingefangen wurde, sahen die Zuschauer in der Arena Trier ein ausgeglichenes Spiel mit leichten Vorteilen auf Trierer Seite, die weiterhin gnadenlos die Lücken in Kirchheims Defensivverbund aufdeckten. In der eigenen Offensive wurde Topscorer Rohndell Goodwin ein ums andere Mal gesucht und der Shooting Guard erzielte bis zur Halbzeit elf Punkte. Nach einem Dreier von Austin Luke waren die Schwaben auf 40:35 dran. Noch drei Minuten bis zur Halbzeit, doch die Trierer fingen sich und erhöhten den Vorsprung bis zur Halbzeit nochmals auf 50:39. Ein unnötiger Zwischenspurt, waren die Teckstädter bis dahin doch gut im Spiel angekommen. Noch war alles drin für Kirchheims Basketballer, aber es sollte die wohl spielentscheidende Phase folgen. Die Trierer Gastgeber erwischten einen Sahnestart ins dritte Viertel und erhöhten durch einen 12:2 Lauf den Vorsprung schnell auf über 20 Punkte. Diesen Schock mussten die Ritter erstmal verdauen. Mit einem Zwischenstand von 72:53 ging es in den Schlussabschnitt. Und die Ritter gaben sich trotz der nahezu aussichtslosen Situation nicht auf. Mit starkem Willen und der Flucht nach vorne kämpften sich die Teckstädter Punkt für Punkt zurück ins Spiel. Da die Trierer in den letzten Wochen immer wieder mit schlechten Phasen in ihrem Spiel kämpfen mussten, wuchs die Hoffnung hier doch noch etwas zu holen. Goodwin verkürzte auf 76:69 bei noch knapp drei Minuten zu spielen. Die Knights waren wieder mittendrin im Geschehen. Aber es sollte nicht reichen. Erneut war es Joos der  zwei schwere Würfe mit Ablauf der Wurfuhr versenkte, während auf der gegenüberliegenden Seite die Kirchheimer zwei vermeintlich einfache Korbleger liegen ließen. Zwar konnte Goodwin mit zwei Dreiern nochmals für Spannung sorgen, doch Triers Bucknor behielt an der Freiwurflinie die Nerven. „Ich bin von unserem Auftritt sehr enttäuscht. Wir haben es in der ersten Halbzeit zu keiner Zeit geschafft die Intensität und die Physis von Trier mitzugehen. Leider ist das bereits das zweite Spiel in Folge, in dem wir in der ersten Halbzeit defensiv nicht auf der Höhe sind. Das werden wir sehr selbstkritisch hinterfragen, “ erklärte der enttäuschte Knights-Coach nach Spielende. Da bis auf die Artland Dragons alle Konkurrenten um die Playoffs ihre Spiele für sich entscheiden konnten, verlieren die Kirchheimer an Boden und befinden sich nun auf Platz zwölf mit vier Punkten Rückstand zu den Playoff-Platzierungen. Am Sonntag empfangen die Ritter um 17 Uhr Schalke 04 in der Kirchheimer Sporthalle Stadtmitte. Die bis dato abstiegsgefährdeten Schalker konnten sich in einem wahren Thriller nach Verlängerung gegen den Tabellenzweiten aus Hamburg durchsetzen. Nachdem Hanau ebenfalls nach Verlängerung gegen Tübingen knapp verlor, haben sich die Königsblauen im Abstiegskampf etwas Luft verschaffen können.


 


 


Es spielten: Luke (6 Punkte), Canty (n.e.), Rendleman (6), Daubner (16), Goodwin (22), Wohlrath (6), Koch (n.e.), Rockmann (4), Graf (13), Kronhardt (4,9 Rebounds)


 


Foto: Tanja Spindler