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Saisonendspurt eingeläutet

28.02.2019

In der Barmer 2.Basketball-Bundesliga gehen die Mannschaften in die Schlussphase der Saison. Die letzten sechs Spieltage stehen an und noch ist keine Entscheidung gefallen. Ganz besonders spannend ist der Kampf um die Playoffs. Die Ritter können am kommenden Doppelspieltag im direkten Duell gegen Trier wichtige Punkte aufholen.

Wie so oft fallen im März die Entscheidungen in Deutschlands zweithöchster Basketballspielklasse. So auch in dieser Saison. Nach dem überzeugenden Heimsieg gegen die Karlsruher Lions haben sich Kirchheims Korbjäger eindrucksvoll zurückgemeldet. Nun will man unter der Teck mehr. Die Playoffs werden anvisiert und im Moment beträgt der Rückstand überschaubare zwei Punkte. Doch die Konkurrenz um die Plätze sechs bis acht ist groß. Mit Hagen (6.), Nürnberg (7.), Trier (8.), Karlsruhe (9.), Tübingen (10.), Quakenbrück (11.) und Kirchheim (12.) befinden sich gleich sieben Mannschaften im Mittelfeld der Tabelle, wobei die Teams von maximal vier Punkten Differenz getrennt werden. Eine unglaublich enge und spannende Konstellation, die die Basketballfans in den nächsten Wochen beschäftigen wird. Bereits am kommenden Wochenende könnte die eine oder andere Weiche gestellt werden, den alle Teams müssen bereits am Freitag und zwei Tage später, am Sonntag, antreten. Der letzte Doppelspieltag steht an und die Teckstädter treffen auf Trier und Schalke. Im direkten Duell wollen die Schwaben ihren Rückstand auf die Gladiators wett machen. „Natürlich wollen wir nach dem Karlsruhe Spiel nachlegen und weiter Boden gut machen. Trier ist ein unangenehmer Gegner. Sie kämpfen derzeit mit einigen Schwankungen in ihrem Spiel, aber wenn sie in Fahrt kommen sind sie unglaublich schwer zu stoppen. Gerade zuhause sind sie sehr stark. Da müssen wir von Anfang an dagegenhalten,“ warnt Knights-Coach Parra seine Truppe. Verzichten müssen die Trierer auf Aufbauspieler Simon Schmitz. Dieser verletzte sich in einer Trainingseinheit an der Hand und fällt für den Rest der Saison aus. Eine Schwächung, die der breit aufgestellte Trierer Kader jedoch auffangen kann. Anführer im Team ist der bundesligaerprobte Forward Jermaine Bucknor. In kritischen Spielsituationen übernimmt der 35-jährige Routinier gerne das Kommando. Mit 15,3 Punkten im Schnitt pro Partie ist Bucknor der beste Punktesammler im Team von Trainer Christian Held. Sozusagen pünktlich zum Ausfall von Schmitz, kehrt der langzeitverletzte Kyle Drandinis zurück in den Kader der Gladiators. Der US-Amerikaner ist den Rittern aus der Vorsaison noch in schlechter Erinnerung. Mit 37 Punkten sorgte Dranginis im Alleingang für den Trierer Auswärtserfolg in Kirchheims Sporthalle Stadtmitte. Generell sind die Trierer nicht gerade der Lieblingsgegner der Knights. Während der vergangenen Spielzeiten hagelte es einige schmerzhafte Niederlagen gegen die Mannen aus der ältesten Stadt Deutschlands. Auch im Hinspiel schlug sich dies in einer 72:62 Niederlage nieder. Diese Punktedifferenz könnte beim direkten Vergleich durchaus noch entscheidend sein. Im Trierer Kader stehen mit Johannes Joos und dem gebürtigen Kirchheimer Stefan Ilzhöfer zwei ehemalige Ritter, für die das Duell mit Kirchheim eine zusätzliche Besonderheit bedeutet.  Auf Seiten der Ritter kehrt Jalen Canty zurück in den Kader. Nach seiner fiebrigen Erkältung stieg Canty unter der Woche wieder ins Training ein. Seine Rückkehr dürfte durchaus von Bedeutung sein, da bereits zwei Tage nach dem Spiel in Trier das nächste Heimspiel ansteht. Zum zweiten Teil des Doppelspieltags empfangen die Ritter Schalke 04 in der Sporthalle Stadtmitte. Die Königsblauen stehen derzeit auf dem 14. Tabellenplatz und haben nur zwei Zähler Vorsprung auf den ersten Abstiegsrang. Dementsprechend hoch ist der Druck im Ruhrgebiet. Die Schalker hatten im Saisonverlauf mit ähnlichen Problemen wie die Knights zu kämpfen. Kurz vor Saisonbeginn verletzte sich Shawn Gulley am Kreuzband (Saisonaus). Ebenfalls seit einigen Monaten verletzt ist Lars Wendt. Der bundesligaerfahrene Point Guard fehlt den Schalkern als wichtige Stütze im Spielaufbau. Zum Ende des Transferfensters wurden mit Austin Arians und Shavar Newkirk zwei US-Amerikaner nachverpflichtet. Besonders Point Guard Newkirk gibt dem Team von Trainer Raphael Wilder einige zusätzliche Optionen im Angriff. Mit 14 Zählern im Schnitt pro Partie steht Newkirk dabei Topscorer Courtney Belger (15,7) tatkräftig zur Seite, während unter den Körben Adam Touray und Björn Rohwer für Stabilität sorgen sollen. Im Hinspiel setzten sich die Ritter mit 80:74 durch. Spielbeginn der Partie gegen Schalke ist am Sonntag um 17 Uhr in der Sporthalle Stadtmitte.

Foto: Tanja Spindler