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Ritter ohne Chance beim Tabellenführer

27.01.2019

Mit 88:71 mussten sich die Kirchheim Knights am vergangenen Samstagabend dem Tabellenführer aus Chemnitz geschlagen geben. Während die Teckstädter in der ersten Halbzeit noch gut dagegen halten können, dominieren die Hausherren im dritten Viertel und sichern frühzeitig die beiden Punkte. Für einen Kirchheimer Lichtblick sorgt das bisherige Sorgenkind Jalen Canty.


 


Viel hatten sich die Korbjäger aus dem Schwabenland vorgenommen. Nach dem Heimsieg gegen Nürnberg hatten die Ritter viel Selbstvertrauen getankt und auch das knappe Hinspiel gegen die Niners aus Chemnitz (66:60) verlieh den Rittern den Glauben an eine Auswärtsüberraschung. Doch es sollte anders kommen. Den besseren Start in die Partie erwischten zunächst die Gastgeber, doch schnell konterten die Knights und übernahmen die Führung. Da Center Keith Rendleman frühzeitig foulbelastet auf die Bank musste, brachte Trainer Mauro Parra den Amerikaner Jalen Canty. Der Rookie der in den ersten Saisonmonaten hauptsächlich im Training glänzen konnte, seine Leistungen aber bis auf das Auswärtsspiel in Tübingen viel zu selten im Spiel abrufen konnte, fand schnell in die Partie und verwandelte seine ersten Offensiv Aktionen erfolgreich und sorgte für eine 15:7 Führung der Teckstädter. Chemnitz-Coach Rodrigo Pastore reagierte mit einer Auszeit aus der seine Truppe wie verwandelt zurückkam. Unter anderem zwei Dreier von Topscorer Malte Ziegenhagen sorgten für den Ausgleich innerhalb von wenigen Minuten und die Niners waren nun am Drücker und erspielten sich eine Führung. Knights-Coach Parra reagierte ebenfalls und rief seine Mannen zur Auszeit und auch diese Unterbrechung sorgte für ein positives Resultat. Rohndell Goodwin erzielte fünf schnelle Punkte und wieder waren es die Ritter die in Führung gingen. In die erste Viertelpause ging es mit einem 19:19 Zwischenstand. In den folgenden acht Spielminuten konnte sich keines der beiden Teams entscheidend absetzen. Angefeuert vom heimischen Publikum sollten jedoch die Chemnitzer in den letzten zwei Minuten vor der Halbzeit nochmals entscheidende Punkte auflegen. Mit Ablauf der Uhr verwandelten Kavin Gilder-Tilbury einen Dreier zum 46:38 Halbzeitstand. Kirchheims Defensive machte einen guten Eindruck, doch selbst schwierige Würfe wurden von den Hausherren hochprozentig verwandelt. Eine Dreierquote von 64% zur Halbzeit sorgte für den verhältnismäßig großen Vorsprung. Mit dieser Führung im Rücken übernahmen die Sachsen nun vollends die Spielkontrolle und sorgten auch für das eine oder andere spielerische Highlight in der zweiten Halbzeit. Der Rückstand der Schwaben wuchs auf über 20 Punkte an. Zwar steckten die Knights zu keinem Zeitpunkt auf, die Chemnitzer spielten nun aber im Stile einer Spitzenmannschaft die Partie zu Ende. Den Schlussabschnitt konnten die Kirchheimer dann nochmals ausgeglichen gestalten. „Es gibt so Spiele wo man eingestehen muss, dass der Gegner einfach besser war. Heute war so ein Spiel. Wir haben uns in der ersten Halbzeit gut gehalten, aber im Anschluss daran den Faden verloren. Chemnitz steht nicht umsonst auf Platz eins der Tabelle. An Positivem nehmen wir mit, das unsere Mannschaft nie aufgehört hat zu kämpfen und das Jalen seine guten Trainingsleistungen ins Spiel übertragen konnte. Natürlich hoffen wir, dass er darauf weiter aufbauen kann. Jetzt gilt unsere volle Konzentration der nächsten Aufgabe. Das Spiel gegen Baunach ist für uns enorm wichtig. Wir freuen uns darauf zuhause spielen zu können und hoffen auf eine volle Halle, “ so Parra, der direkt nach Spielende den Fokus auf die nächsten Wochen richtete. Am kommenden Samstag empfangen die Knights die Baunach Young Pikes in der heimischen Sporthalle Stadtmitte. In der Tabelle stehen die Ritter nun auf Platz elf. Das Spiel gegen Baunach dürfte dabei einen ähnlich vorentscheidenden Charakter haben wie das Heimspiel gegen Nürnberg. Nur mit einem Sieg können die Ritter ihre Playoff Ambitionen am Leben halten, während bei einer Niederlage der Blick in die hinteren Tabellenregionen gehen müsste.


 


 


Es spielten:  Luke (2 Punkte), Canty (15, 6 Rebounds), Rendleman (9), Daubner (0), Nicklaus (0), Goodwin (19), Wohlrath (2), Rockmann (4), Graf (11), Kronhardt (9,6)


 


 


Foto: Tanja Spindler