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Das Gefühl des Siegens erleben

15.12.2018

Ein Sieg für schwarz-gelb auf Schalke. Mit dem guten Gefühl des Siegers konnten unsere Ritter am Freitagabend die Rückreise aus Oberhausen antreten. Mit dem 74:80-Erfolg gegen Schalke 04 stoppte die Rittertruppe ihre Negativserie. Am Sonntag wird sich das Team von Mauro Parra zuhause gegen Chemnitz beweisen müssen.


Zufrieden und erleichtert gab sich Kirchheims Headcoach Mauro Parra auf der Pressekonferenz: „Natürlich sind wir nach vier Niederlagen sehr glücklich über den Sieg“, und sprach damit nicht nur den mitgereisten Fan aus dem Herzen.

Dass der Sieg gegen die Knappen auch gelingen konnte, ging ein großes Stück Arbeit voran, zeigten doch in der ersten Halbzeit beide Teams vor allem bei den Distanzschüssen große Schwächen. Es entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe, bei dem sich keine Mannschaft spürbar absetzen konnte. Die Verunsicherung nach vier Niederlagen in Folge war bei den Gästen geradezu mit Händen zu spüren. Daubner, Wohlrath, Rendleman, Graf und Goodwin starteten dennoch motiviert und mit guter Körpersprache in die Partie. Vor allem in der Abwehr konnte Parra von Beginn an zufrieden sein mit der Einstellung seiner Spieler, Schalke wurde kaum Raum gelassen, keiner von 7 Dreipunkteversuchen der Gastgeber fand in der ersten Halbzeit sein Ziel. Da aber auch das Kirchheimer Angriffsspiel von wenig Selbstvertrauen geprägt war, blieb das Spiel in den beiden ersten Vierteln ausgeglichen (29:30).


In der zweiten Halbzeit dann platzte langsam aber sicher der Knoten. Schrittweise konnten sich die Ritter mehr Raum verschaffen, insbesondere Andreas Kronhardt und Kevin Wohlrath setzten mit ihren Korberfolgen die wichtigen Impulse. Beim Stand von 40:47 im dritten Viertel (2:37) sah sich Schalkes Coach Wilder gezwungen, eine Auszeit zu nehmen, um den kleinen Lauf der Ritter zu stoppen. Dies gelang seinen Mannen dann auch in den verbleibenden Minuten, so dass mit 45:51 (3. Viertel) der Vorsprung der Knights keineswegs beruhigend war. Dass das Spiel noch völlig offen war konnten die Zuschauer dann in den folgenden Minuten beobachten, als Mamadou und Parish mit drei Dreipunkteerfolgen plötzlich wieder mit 56:55 (7:23) in Font lagen – das Spiel drohte zu kippen.


An diesem Freitagabend jedoch nicht: Mauro Parra fand in der Auszeit die richtigen Worte und plötzlich fanden auch die Dreipunktewürfe auf Kirchheimer Seite ihr Ziel. Daubner, Graf und Rockman stellten den alten Vorsprung wieder her (58:66, 5:18). Es war die bestehe Phase im Kirchheimer Spiel, auch weil Rhondell Goodwin (16 Punkte, 2 Assists, 3 Rebounds) und Andreas Kronhardt (13, 1, 7) wichtige Akzente setzen, was ihnen ein Extralob vom Headcoach einbrachte. Den Bestwert des Abends markierte allerdings DaJuan Graf, der mit 13 Punkten, 8 Assists und 9 Rebounds erfolgreich ackerte und mit seinen Freiwurferfolgen den Endstand von 74:80 markierte.


„Primär ging es darum, die mentale Blockade zu lösen“, so Parra nach dem Spiel und auch Geschäftsführer Chris Schmidt gratulierte aus der Ferne dem Team von Herzen zum Sieg, sah er sie doch schlussendlich als verdienter Sieger vom Platz gehen: „Unser Team hat sich gut durch die Partie gekämpft, die Verunsicherung schlussendlich abgeschüttelt und Schalke ständig bearbeitet. Gratulation!“


Viel Zeit zum Ausruhen bleibt jedoch nicht. Vor dem Spiel am Sonntag um 17:00 Uhr in eigener Halle wird sich das Team am Samstag nach kurzer Nacht nochmals zum gemeinsamen Regenerieren und Einstellen auf den Gegner treffen. Mit Chemnitz wird kein anderer als der Tabellenführer erwartet, dessen weiße Weste am Freitag jedoch unterwartet einen Fleck abbekommen hat. Gegen Artland mussten die Sachsen in eigener Halle die erste Saisonniederlage hinnehmen. Ein Grund mehr, um am dritten Advent in die Sporthalle Stadtmitte zu pilgern, um neben Tombola, Glühwein und Grillwürstchen die Knights bei ihrem letzten Heimauftritt in diesem Jahr zu unterstützen. Hallenöffnung ist um 16:00 Uhr, Karten können unter www.kirchheim-knights.de online oder an der Abendkasse gekauft werden.


So spielten die Knights: Luke (0 Punkte, 0 Assists, 0 Rebounds), Canty (6, 2, 1), Rendleman (13, 0, 8), Daubner (3, 2, 3), Goodwin (16, 2, 3), Wohlrath (11, 0, 5), Rockmann (5, 1, 2), Graf (13, 8, 9), Kronhardt (13, 1, 7)


Foto: Tanja Spindler