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Riesenshow ohne Happy-End

02.12.2018

Mit 81:68 haben die Basketballer der Kirchheim Knights gegen die MLP Academics aus Heidelberg am vergangenen Samstagabend verloren. Vor der Rekordkulisse von 1.850 Zuschauern ging das zweite Viertel deutlich an die Heidelberger. Die Hypothek ist am Ende zu groß um in der zweiten Halbzeit noch einmal zurückzukommen. Durch die Niederlage rutschen die Teckstädter auf Platz sieben der Tabelle.


 


Es war alles angerichtet für einen denkwürdigen Abend. In der gut gefüllten Scharrena zu Stuttgart entwickelte sich schnell eine fantastische Stimmung. Die ersten fünf Kirchheimer Zähler trugen ihren Teil dazu bei, dass das Lautstärkelevel noch einmal nach oben geschraubt wurde. Die Heidelberger Gäste jedoch blieben davon völlig unbeeindruckt. Insbesondere Jaleen Smith erwischte mit 26 Punkten und neun Rebounds einen Sahneabend. Immer wieder war es der amerikanische Guard, der den Vorsprung der Academics per Dreier erhöhte. Schnell übernahmen die Gäste, nach dem guten Ritterstart, das Kommando. 24:15 stand es nach dem ersten Viertel. Die Heidelberger präsentierten sich dabei nicht als deutlich überlegener, sondern letztlich aggressiver und zielstrebiger. Wann immer sich eine Lücke in der Kirchheimer Hintermannschaft auftat, die Kurpfälzer versuchten diese zu nutzen, während im Kirchheimer Angriff ein Mix aus zaghaften Angriffen mit etwas Pech im Abschluss einherging. Im zweiten Abschnitt nahm dies nochmals deutlicher zu. Während bei Heidelberg gefühlt jeder Schuss ein Treffer war, fanden die Korbjäger nicht zu ihrem Rhythmus und verzettelten sich häufig in Aktionen, die nicht zum gewünschten Ziel führten oder dieses knapp verfehlten. „Wir haben in der ersten Halbzeit einfach nicht gut gespielt und alles vermissen lassen, was wir uns vorgenommen hatten. Während wir bei den Spielen gegen Nürnberg und Ehingen durchaus müde waren, können wir das heute nicht anführen. Wir waren ausgeruht und hatten uns auf Heidelberg eingestellt, “ erklärte Knights-Coach Mauro Parra nach Spielende. Bereits beim Halbzeitstand von 52:25 schien der Sieger des Spiels fest zu stehen. Doch die Ritter kamen komplett verändert aus der Pause. Deutlich aggressiver, ja nahezu wütend, legten die Teckstädter in allen Facetten ihres Spiels nun deutlich zu. In der Defensive wurde aktiver und wacher verteidigt und in der Offensive entwickelten sich nun selbstbewusste und aggressive Sequenzen, die die Kirchheimer Punkt für Punkt näher brachten. Der Vorsprung wurde immer weniger und die Stimmung in der Halle bebte. Nach dem dritten Viertel stand es noch 63:48 und es sollte nochmal eng werden. Bis auf elf Punkte Rückstand verkürzten die Knights den Spielstand und hatten durch gute Defensivarbeit mehrere Male die Möglichkeit den Rückstand früh unter die zehn Punkte Grenze zu bringen. Doch das Wurfglück war an diesem Abend nicht auf Seiten der Ritter. Stattdessen verwandelte Smith erneut einige Punkte und sorgte für Sicherheit auf Seiten der Heidelberger, die sich letztlich verdient den Sieg sicherten. „Der Sieg geht verdient nach Heidelberg. Sie waren uns in der ersten Halbzeit klar überlegen. Wenn am Schluss zwei, drei Aktionen in unsere Richtung laufen kommen wir vielleicht nochmal zurück, aber wir müssen unbedingt daran arbeiten, auch in schlechten Phasen nicht einzubrechen, “ so Parra. Für die Ritter und ihre Fans bleibt dennoch ein denkwürdiger Tag zurück. „Es war insgesamt ein toller Abend. Die Veranstaltung an sich, das Rahmenprogramm, die Begeisterung und der Zulauf der Fans waren einfach toll. Es hat sehr viel Spaß gemacht diesen Event mit all den Leuten zu erleben. Mit dem sportlichen Ergebnis sind wir natürlich nicht zufrieden, “ erklärte Knights-Geschäftsführer Christoph Schmidt. Das Programm der Ritter hat in den kommenden Wochen einige schwierige Herausforderungen parat. Bereits am nächsten Samstag gastieren die Hamburg Towers in der Sporthalle Stadtmitte. Spielbeginn ist um 19:30 Uhr.


 


Foto: Tanja Spindler