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Schwache Schlussphase verhindert ersten Saisonsieg

07.10.2018

Die Zweitligabasketballer aus Kirchheim mussten sich am vergangenen Samstagabend vor heimischer Kulisse den Gladiators aus Trier mit 72:62 geschlagen geben. Bis fünf Minuten vor Schluss sind die Ritter dran, doch dann schleichen sich Hektik und Fehler in das Ritterspiel. Am Ende setzt sich der routinierte Favorit aus Trier durch. Mit 18 Punkten avanciert Kevin Wohlrath zum Topscorer der Knights.


 


Dass das Auftaktprogramm der Teckstädter in diesem Jahr alles andere als leicht sein würde, war den Verantwortlichen der Knights bereits kurz nach Festlegung des Spielplans klar. Nachdem das erste Saisonspiel gegen Nürnberg verschoben werden musste und es im Auftaktspiel gegen die Artland Dragons eine Niederlage setzte, standen die Korbjäger gegen den Aufstiegskandidaten Trier bereits etwas unter Druck. Und die Mannschaft reagierte. Anders wie noch eine Woche zuvor, waren die Hausherren sofort im Spiel und beackerten ihren Gegner von Beginn an. Schnell wurde den Kirchheimer Zuschauern klar, dass dieses Spiel über den Kampf entschieden werden musste, da beide Teams zunächst ihre Schwierigkeiten beim Erzielen von Punkten hatten. Die ersten erfolgreichen Nadelstiche konnten dann die Gastgeber aus Kirchheim setzen. Dajuan Graf mit sieben, und Tim Koch mit fünf Zählern im ersten Viertel, sorgten für die 20:16 Führung nach den ersten zehn Minuten. Doch die Trierer konterten und setzten ihrerseits zu einem Lauf an und erhöhten den Druck auf die Schwaben in der Defensive. Den Kirchheimern fehlte nun ein wenig Wurfglück, sowie die nötige Ruhe und Abgezocktheit und so gingen die Gladiators mit einer knappen 32:31 Führung in die Kabinen. „Wir haben in der ersten Halbzeit zu viele Chancen liegen lassen um unsere Führung deutlicher auszubauen und somit Sicherheit und Stabilität zu gewinnen. Das hat Trier zurück ins Spiel gebracht, “ analysierte Coach Mauro Parra, der auf Rohndell Goodwin aufgrund einer Mittelohrentzündung verzichten musste. Auch im dritten Viertel bekämpften sich beide Teams unerbittlich. Während die Gäste nun verstärkt auf ihre bundesligaerfahrenen Kräfte Simon Schmitz und Jermaine Bucknor zurückgriffen, war es auf Kirchheimer Seite Kevin Wohlrath der Verantwortung übernahm und für wichtige Zähler sorgte. Insgesamt 18 Punkte erzielte der gebürtige Berliner und verdiente sich ein Sonderlob seines Trainers für die tolle Leistung. Beide Teams hatten nun ihre guten Spielphasen und konterten sich dementsprechend gegenseitig. Ging Trier in Führung, antwortete Kirchheim prompt und umgekehrt. Die Crunch Time musste also die Entscheidung bringen und fünf Minuten vor dem Ende der entscheidende Bruch im Kirchheimer Spiel. „Wir haben am Ende die falschen Entscheidungen getroffen. Mal wollten wir es zu sehr und in anderen Situationen nicht mit der nötigen Durchschlagskraft. Wir haben 35 Minuten ein deutlich verbessertes und gutes Spiel gezeigt, aber am Schluss haben wir die gleichen Fehler gemacht wie im ersten Spiel gegen Artland. Da hat uns die nötige Balance im Spiel gefehlt. Das ist sehr enttäuschend für uns alle, “ beschreibt der 46-jährige Spanier die entscheidenden Minuten. Die Ritter machten es der Trierer Defensive nun zu leicht und machten zu viele Fehler, während die Trierer Offensive in den letzten vier Spielminuten insgesamt zwölf Mal an die Freiwurflinie ging und von dort die letztlich entscheidenden Zähler erzielen konnte. „Wir nehmen mit, das wir auch gegen eines der Top-Teams der Liga 35 Minuten mithalten konnten und wir werden daran arbeiten dies für 40 Minuten zu tun. Dass es ein etwas längerer Prozess sein könnte war uns schon während der Vorbereitung klar, dennoch schmerzt es, das wir die durchaus möglichen Punkte heute nicht mitgenommen haben, “ so Parra. Das harte Auftaktprogramm der Kirchheimer setzt sich unterdessen fort. Am kommenden Wochenende geht es für die Ritter zum schweren Auswärtsspiel nach Hagen. Anschließend empfangen die Knights Aufsteiger Rostock unter der Teck.


 


Es spielten: Canty (6 Punkte, 7 Rebounds), Oetjen (0), Koch (11), Rendleman (7), Daubner (0), Nicklaus (n.e.), Goodwin (n.e.), Wohlrath (18), Wenzel (4), Graf (14, 8 Assists), Kronhardt (2)


 


 


Foto: Tanja Spindler