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Hellas Esslingen durch, VfL Kirchheim hofft

03.07.2018

Mit einem souveränen 91:22 gegen den TSV Crailsheim hat das Kooperationsteam von Hellas Esslingen gleich im ersten Anlauf die Qualifikation zur U14-Basketball-Oberliga geschafft. Die U16 des VfL Kirchheim verlor zunächst unglücklich 59:65 gegen TuS Stuttgart, hat nach dem 72:25 über den SV Böblingen aber noch eine zweite Chance.


Gar nichts anbrennen ließ Esslingen, womit gegen die etablierten Crailsheimer kaum jemand gerechnet hatte. Der sagenhaft klare Sieg wurde anschließend noch aufgewertet, weil der TSV das anschließende Spiel gegen die BG Tamm-Bietigheim 65:41 gewann und sich damit eine zweite Chance erkämpfte.


Genau dasselbe gelang der U16 unter Coach Frank Acheampong in Ludwigsburg. Wobei zunächst das 59:65 gegen Stuttgart ein Spiel der seltsamen Sorte war. Sehr lange liefen die Kooperationsspieler (sechs Kirchheimer und sechs aus Esslingen und Stuttgart) einem größeren Rückstand hinterher. Wenig half dabei, dass sich der Anschreiber unmittelbar nach der Pause vertat und bei einem Korb der Esslinger das Ergebnis von 41 auf 46 stellte – und niemand bemerkte den Fehler, erst Staffelleiter Uli Tangl fiel das am Montag auf. Bei einem Spielstand von 46:24 schien das kaum eine Rolle zu spielen, doch plötzlich fand der VfL die zweite Luft und kam immer näher. Als dann die Stuttgarter zwischen der 26. (57:41) und der 30. Minute (57:48) neun Freiwürfe nacheinander verwarf, war Kirchheim plötzlich wieder im Rennen – wobei auch die Pressdeckung half. Acheampong: „Vielleicht hätten wir noch früher damit anfangen sollen…“


So kam man nicht mehr entscheidend heran, beim 63:49 zwei Minuten vor Schluss (Spielzeit 4x8 Minuten) war die Partie längst entschieden, der Rest war Ergebnis-Kosmetik und Mut sammeln fürs nächste Spiel.


Was ja wunderbar funktionierte! Allerdings war der SV Böblingen, der zuvor von Ludwigsburg (mit komplettem JBBL-Team) 105:29 weggefegt worden war, auch kein starker Gegner, das 72:25 war deshalb mehr ein Trainingsspiel – das aber die Tür für die zweite Chance eröffnete. Durch die muss auch Stuttgart gehen, das 26:79 gegen Ludwigsburg verlor. Acheampong: „Es war womöglich sogar besser, mit einem Sieg hier herauszugehen. Eine Finalschlappe gegen Ludwigsburg hätte schon auf die Moral schlagen können.“


Bedenkt man, dass drei der stärksten Kirchheimer U16-Spieler zeitgleich für Ludwigsburg und Söflingen die Qualifikation bestreiten, weil ihnen dort die JBBL winkt, muss einem um den Kirchheimer Basketball nicht bange sein. Es muss natürlich das Ziel sein, dass solchen Cracks wie Edonis Paqarada, Lorenz Fahrion und Richard Hinitschew in Zukunft in Kirchheim die besten Möglichkeiten geboten werden. ut