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Zwei Teams wollen unbedingt in die Oberliga

29.06.2018

Am Wochenende beginnen die Qualifikationen für die Regional- und Oberligen im baden-württembergischen Basketball. Mit dabei sind auch zwei Teams der neu gegründeten Spielgemeinschaft Stuttgart Esslingen Kirchheim (SEK): Hellas Esslingen strebt nach einem Platz in der U14-Oberliga, der VfL Kirchheim will in die U16-Oberliga.


 


Erstmals hat sich der Basketbal-Verband Baden-Württemberg (BBW) selbst dieser Qualifikationen angenommen, insgesamt in acht Spielklassen. Die Mädchen spielen in der U14 und U16 in landesweiten Regionalligen, die Jungen in nach Baden und Württemberg getrennten Oberligen in den Altersklassen U14, U16 und U18.


 


In zwei dieser höchsten Ligen im Ländle wollen Spieler der SG SEK, und beide haben recht gute Chancen, einen Platz zu ergattern. Die U14 von Hellas Esslingen wird von dem Franzosen Cyril da Silva trainiert, der einen Mammut-Kader von 17 Spielern nominiert hat –  darunter auch die vier Kirchheimer Edolind Paqarada, Léo König, Nil Failenschmid und Furkan Cal sowie den Nürtinger Leonhard Laar. Acht Vereine bewerben sich um die fünf freien Plätze, die Teams aus Ulm, Ludwigsburg und Zuffenhausen waren bereits durch ihre Top-Platzierungen in der abgelaufenen Saison fix dabei. Beim ersten Qualifikationsturnier am Samstag in der Esslinger Neckarsporthalle trifft Hellas um 10 Uhr auf den TSV Crailsheim. Gewinnt man dieses Spiel, ist der Platz in der Oberliga bereits sicher. Verliert man, muss gegen den Verlierer des anderen Spiels, Tübingen oder Tamm-Bietigheim, gewonnen werden, um dann noch eine weitere Chance gegen den Dritten des anderen Turniers am Sonntag bei TuS Stuttgart zu bekommen. Dort duellieren sich Stuttgart, Söflingen, Konstanz und Kornwestheim.


 


Coach da Silva ist zuversichtlich: „Ich glaube zu hundert Prozent an mein Team! Ich weiß, wieviel wir gearbeitet haben, deshalb haben wir eine gute Chance.“ Probleme, weil das Team erst seit einem Monat zusammen trainiert, sieht er kaum: „Das sieht schon sehr gut aus, wie sie alle zusammenspielen.“ Für die Zukunft der Spielgemeinschaft ist es allerdings auch extrem wichtig, dass die besten Zwölf- und Dreizehnjährigen auf möglichst hohem Niveau spielen – da Silva: „Die U12 und gerade die U14 sind die Zukunft dieser Kooperation. Nur in der Oberliga bekommen sie das Rüstzeug für die JBBL.“


 


Ebenfalls gute Chancen werden der Kirchheimer U16 gegeben. Neben den drei U14-Spielern Paqarada, König und Failenschmid, die als Aushilfen im Kader stehen, treten hier die Kirchheimer Raphael Barthold, Drilon Pllana, Jakob Rauscher und Alexander Stief zusammen mit weiteren elf Akteuren aus den Kooperationsvereinen an, Coach ist Frank Acheampong. Der Kirchheimer Jugend-Koordinator glaubt fest an sein Team, das zum Teil aus den Spielern besteht, die im Juni in Freiburg bei der JBBL-Qualifikation scheiterten: „Wir haben alles in eigener Hand, dürfen nur die Gegner nicht über- oder unterschätzen. Wir haben uns inzwischen sehr gut gefunden, die JBBL-Vorbereitungsfahrt nach Bremerhaven war eine solide Grundlage.“


 


Wie die U14 muss auch die U16 schon am Samstag ran, in Ludwigsburg. Zwölf Vereine haben sich für sieben Plätze gemeldet, was eventuell einen langen Atem erfordert (Möhringen, Ulm und Crailsheim sind bereits qualifiziert). Nur die Sieger der ersten drei Turniere in Ludwigsburg, Kornwestheim und Zuffenhausen haben es nämlich sofort geschafft, die Vierten sind ganz aus dem Rennen. In einer zweiten Runde spielen dann alle sechs Zweiten und Dritten um die restlichen vier Plätze. Für den VfL Kirchheim bedeutet das, am besten gleich das erste Spiel (11.45 Uhr, Rundsporthalle) gegen die Titans Stuttgart zu gewinnen. Im Endspiel um 15.30 Uhr würde dann wohl die BSG Ludwigsburg warten, die gegen den SV Böblingen klar favorisiert ist. Wo und wann die zweiten Turniere stattfindet, kann Staffelleiter Uli Tangl, seit dem 1. Juni neu in dieser BBW-Funktion, erst nach Abschluss der ersten Runde festlegen. Auf jeden Fall hat sich der VfL als Ausrichter schon einmal beworben.


 


Für den Kirchheimer Basketball und die Kooperation ist der Druck auf jeden Fall recht hoch – Coach Acheampong: „Die Oberliga soll uns als Plattform dienen, um uns auf die JBBL-Qualifikation 2019 vorzubereiten. Deshalb ist es wichtig, dass wir auf dem höchsten BBW-Niveau spielen.“ ut