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Finale unter der Teck

29.03.2018

Zum letzten Spieltag der regulären Saison 2017-2018 empfangen die Kirchheim Knights am Samstag die Baunach Young Pikes in der Sporthalle Stadtmitte. Die Ritter haben nach dem überraschenden Auswärtserfolg von Trier die Möglichkeit sich für die Playoffs zu qualifizieren. Doch ein schwäbischer Nachbar muss helfen.


 


Damit hatten unter der Teck wohl nicht mehr allzu viele Basketballfans gerechnet. Nach der bitteren Niederlage gegen Phoenix Hagen, schien das Saisonende der Korbjäger beinahe besiegelt. Es folgte die Reaktion der Teckstädter. In Trier sorgte die Mannschaft von Trainer Mirolybov für ein Ausrufezeichen der besonderen Art und besiegte die seit einigen Heimspielen ungeschlagenen Trierer in beeindruckender Manier. Da sämtliche Konkurrenten keine Punkte einfahren konnten, ergibt sich für die Zweitligabasketballer eine interessante Konstellation. Bis auf Hanau und Kirchheim haben sich alle weiteren Teams aus dem Playoff Rennen verabschiedet. Die momentan auf Platz acht liegenden Hanauer treten in Ehingen an und haben dieselbe Punkteanzahl wie die Ritter, jedoch spricht der direkte Vergleich für die Hessen. Während Ehingen und Baunach am Tabellenende den letzten Absteiger unter sich ausmachen werden, kämpfen Hanau und Kirchheim um die Playoffs. Sollte Hanau in Ehingen gewinnen würden sich die White Wings sicher für die Meisterschaftsrunde qualifizieren. Den Knights würde dann auch ein Sieg gegen Baunach nicht helfen. Ehingen wäre bei einer Niederlage abgestiegen und Baunach, ebenfalls aufgrund des direkten Vergleichs gegen Ehingen, gerettet. Die Rechnung der Kirchheimer ist also einfach: Ein Sieg muss her und man benötigt die Nachbarschaftshilfe der Ehinger um noch in die Playoffs zu kommen. Dabei ist ein Heimsieg der Ehinger alles andere als abwegig. In den vergangenen Wochen stabilisierten diese ihre Leistungen kontinuierlich und verbuchten einige wichtige Punkte. „Wir trauen Ehingen den Sieg gegen Hanau absolut zu. Dieses Spiel ist jedoch etwas auf das wir keinerlei Einfluss haben, daher konzentrieren wir uns auf unsere Aufgabe und die heißt Baunach, “ erklärt Knights-Trainer Anton Mirolybov. „ Baunach hat in den letzten Wochen sehr stark und zielstrebig gespielt. Seit dem Trainerwechsel ist die Mannschaft nicht wiederzuerkennen, “ so der 40-jährige Finne, der vor dem kommenden Gegner eindringlich warnt. Bis Weihnachten 2017 hatten die Franken gerade einmal einen Sieg auf ihrem Konto. Dann folgte der Trainerwechsel und ein beeindruckender Lauf. Sieben der letzten 14 Spiele gewann die Mannschaft von Trainer Dugandzic. Am vergangenen Wochenende dann die beinahe Rettung mit dem Heimerfolg gegen Hagen. Großer Jubel herrschte in der Baunacher Halle bis zur bitteren Nachricht, das auch die Ehinger überraschend gegen Karlsruhe gewinnen konnten. Nun kommt es also zum absoluten Showdown in Kirchheim und Ehingen. „Das es am letzten Spieltag zu genau dieser Konstellation kommt, passt absolut zu dieser teilweise verrückten Saison, “ äußert Mirolybov. Mit Louis Olinde, William McDowell-White, Tibor Taras und Christopher Fowler stehen einige hoffnungsvolle Talente der Bundesligamannschaft aus Bamberg im Kader der Baunacher, auf die die Defensive der Ritter ihr Hauptaugenmerk legen muss. Besonders der 19-jährige Point Guard McDowell-White zauberte in den letzten Spielen teilweise fantastische Leistungen aufs Parkett. Er verletzte sich gegen Hagen am Sprunggelenk. Ob er in Kirchheim eingesetzt werden kann ist bislang unklar. Auf Seiten der Kirchheimer wird wohl Shooting Guard Corban Collins ins Visier der Baunacher Defensive geraten. Bereits im Hinspiel sorgte der US-Amerikaner mit starken 26 Punkten für den wichtigen 87:72 Auswärtserfolg zum Saisonauftakt. „Wir wollen unbedingt in die Playoffs und wir hoffen auf eine tolle Stimmung und viele Zuschauer. Das hat uns schon in vielen Spielen in dieser Saison geholfen und was gibt es Besseres als ein Finale zuhause, “ so der 23-jährige Collins. Spielbeginn in der Sporthalle Stadtmitte ist am kommenden Samstag um 19:30 Uhr.


 


Foto: Tanja Spindler