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Ritter finden nicht das richtige Mittel

18.03.2018

Mit 96:71 mussten sich die Zweitligabasketballer der Kirchheim Knights am vergangenen Samstagabend beim Auswärtsspiel gegen Phoenix Hagen geschlagen geben. Nach einer insgesamt schwachen Teamleistung, sind die Chancen zur Qualifikation für die Playoffs auf ein Minimum gesunken. Nur zwei Siege in den letzten beiden Partien, könnten die Chance am Leben erhalten.


 


Nach der unnötigen und ärgerlichen Heimniederlage gegen die Orange Academy aus Ulm, hatten sich die Korbjäger aus Kirchheim für das Spiel gegen Phoenix Hagen einiges vorgenommen. Schließlich hatte man noch alle Karten in der Hand, um sich die Playoffs zu ermöglichen. Ohne Justin Hedley, dessen Frau kurz vor der Geburt ihres ersten Kindes steht, begaben sich die Kirchheimer auf den Weg nach Hagen. Die Teckstädter starteten entsprechend engagiert in die Partie. Schnell erspielten sie sich ein Übergewicht und gingen mit 10:6 in Führung. Doch bereits ab diesem frühen Zeitpunkt verloren die Gäste völlig den Faden. Viele Einzelaktionen und überhastete Würfe prägten von nun an das Bild der Kirchheimer. Zusehends übernahmen die Gastgeber aus Hagen die Spielkontrolle. In der Zone dominierte Center Alex Herrera, während von außen David Godbold, Jonas Grof und Dominik Spohr für ständige Gefahr sorgten. Ein 17:7 Lauf für die Hausherren, sicherte den ersten Zwischenstand von 23:17 für Hagen nach zehn gespielten Minuten. Angetrieben vom lautstarken Publikum, behielten die Donnervögel die Übersicht und spielten ihre Stärken auch im zweiten Abschnitt konsequent aus. Häufig wurde Herrera in der Kirchheimer Zone angespielt und der 25-jährige sorgte für insgesamt 25 Punkte, und damit für den Topwert des Spiels. Das Spiel plätscherte so dahin und Hagen spielte klug seine Vorteile aus. Mit einem 12 Punkte Rückstand (48:36) gingen die Knights in die Halbzeitpause. Es folgte die wohl stärkste Phase der Ritter. In den ersten drei Minuten der zweiten Halbzeit ließen die Korbjäger keinen Hagener Zähler zu und verkürzten auf 48:41. Zwar lief die Offensive weiterhin nicht allzu rund, doch in der Verteidigung legten die Ritter deutlich zu. Hagen reagierte und setzte auf Altbewährtes. Sechs Herrera Zähler und ein Dreier von Grof konterten die Bemühungen der Schwaben, die sich plötzlich wieder mit 57:47 im Hintertreffen sahen. Nochmals erhöhten die Schwaben ihre Bemühungen und verkürzten erneut durch vier Punkte von Tim Koch und Elijah Allen auf 57:51. Doch die Hausherren hatten ihre Sicherheit wiedergefunden und spielten ihre Systeme routiniert durch. Bis zur Viertelpause wuchs der Rückstand erneut auf 69:60 an. Was folgte war der negative Abschluss eines enttäuschenden Abends. Die Hagener wollten die frühe Entscheidung und Kirchheim ließ die Gastgeber gewähren. Insgesamt 27 Zähler der Donnervögel durften die zahlreichen Zuschauer bejubeln, während die Ritter mehr und mehr nachließen und selbst nur noch elf Zähler erzielen konnten. „Wir wussten um die Bedeutung des Spiels und hatten uns sehr viel vorgenommen. Im dritten Viertel waren wir dran das Spiel nochmals spannend zu machen, aber es sollte heute nicht sein. Das wir uns dann am Ende so präsentieren war unnötig. Hagen hat absolut verdient gewonnen, “ sagte ein enttäuschter Knights-Trainer Anton Mirolybov nach Spielende. Durch den zeitgleichen Sieg der Niners aus Chemnitz, rutschen die Kirchheimer Ritter auf den zehnten Tabellenplatz. In den letzten beiden Saisonspielen in Trier und zuhause gegen Baunach, haben die Schwaben nur noch die Möglichkeit eine kleine Chance am Leben zu erhalten. Die Konkurrenten aus Chemnitz und Hanau müssten jeweils ihre Spiele verlieren, nur dann ist Platz acht für die Korbjäger noch zu erreichen.


 


Es spielten: Collins (16 Punkte, 7 Rebounds), Barton (12, 7 Assists), Rendleman (14, 9), Allen (6,8), Wenzel (0), Kronhardt (3), Koch (15, 8), Burnette (5)


               


Foto: Tanja Spindler