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Knights setzen sich in Wahnsinnsspiel durch

28.01.2018


Nach dem ersten Sieg in 2018 gegen Ehingen, vom vergangenen Wochenende, erkämpfen sich Kirchheims Zweitligabasketballer nun auch den ersten Heimsieg im neuen Jahr. Gegen die Hamburg Towers setzen sich die Ritter mit 87:82 durch. In einer kampfbetonten und unglaublich spannenden Partie behalten die Korbjäger am Ende die Ruhe und sichern sich neben den wichtigen Punkten auch den direkten Vergleich. Mit 19 Punkten wurde Tim Koch Topscorer des Spiels.


 


Das war Werbung für den Basketballsport. Was die ca. 900 Zuschauer im Duell der Kirchheim Knights gegen die Hamburg Towers zu sehen bekamen war allerbeste Unterhaltung. Vom Sprungball an trafen  zwei Mannschaften aufeinander, die genau wussten wie wichtig diese Partie ist. Es wurde gekämpft, gezogen, gehalten und trotzdem schafften es beide Mannschaften auch in der Offensive für spielerische Highlights zu sorgen. Von Beginn an wurde es spannend. Zwar eröffnete Tim Koch per Korbleger das Spiel, doch Hamburg konterte direkt. Wann immer eine Mannschaft in Führung ging, verwandelte der Kontrahent anschließend. Insgesamt acht Führungswechsel und mehrmals Gleichstand zeigten bereits im ersten Viertel, wohin die Reise dieses außergewöhnlichen Spiels gehen sollte. In die erste Viertelpause ging es beim Stand von 22:21 für Kirchheim. Auch im zweiten Abschnitt zunächst das gleiche Bild, bis die Ritter zur Viertelmitte einen Lauf starteten. Angefeuert vom bereits zu diesem frühen Zeitpunkt furiosen Publikum, erzielten die Hausherren neun Zähler in Folge und gingen mit 38:31 in Führung. Der erste kleine Run des Spiels. Die Towers jedoch blieben ruhig und glichen knapp zwei Minuten vor der Halbzeit wieder aus. Ein furioser Schlussspurt von Corban Collins, der bei nur noch fünf Sekunden zu spielen und Einwurf an der eigenen Grundlinie einen Korbleger verwandeln konnte, sicherten den Teckstädtern eine knappe 48:45 Führung zur Halbzeit. Die Intensität und Anspannung sollten dann im dritten Viertel ihren Höhepunkt erreichen. In nahezu jeder Aktion bekämpften sich die beiden Kontrahenten und es ging hoch her. Die Stimmung in der Sporthalle Stadtmitte kochte nun und die Schwaben wurden lautstark angefeuert. Die Gastgeber setzten sich erneut auf 59:52 ab, doch wie bereits im zweiten Viertel schlugen die Towers zurück und gingen ihrerseits mit 63:61 in Führung. Besonders bitter aus Kirchheimer Sicht: Corban Collins erhielt in einer Situation zunächst ein persönliches und anschließend ein technisches Foul. Mit insgesamt vier Fouls musste der Shooting Guard zu diesem frühen Zeitpunkt auf der Bank Platz nehmen. Ein Tiefschlag für die Korbjäger, die erneut auf Brian Wenzel und William Darouiche, sowie auf Florian Köppl verzichten mussten. Mit einem 63:63 Zwischenstand ging es in die letzten zehn Minuten und es blieb weiterhin unglaublich spannend. Das größte Problem der Ritter stellten die vielen Offensivrebounds der Gäste dar. Zwar konnte man die Hamburger häufig stoppen, doch diese sammelten unglaubliche 21 Abpraller bei eigenen Angriffen, die zumeist direkt in leichte Punkte verwertet wurden. Hinzu kam die Verletzung von Tre Burnette, der sich gleich zu Beginn des Schlussabschnitts am Sprunggelenk verletzte und nicht mehr eingesetzt werden konnte. Keine der beiden Mannschaften konnte sich nun entscheidend absetzen und es ging in die Crunch Time. Charles Barton sorgte per Korbleger für die knappe 81:80 Führung bei noch 30 Sekunden zu spielen. Die Ritter verteidigten gut, doch ein erneuter Offensivrebound von Enosch Wolf mit anschließendem Foul sorgten für zwei Freiwürfe der Towers. Die Sporthalle Stadtmitte bebte und bei Wolf zitterte die Wurfhand. Beide Versuche gingen daneben und Elijah Allen sicherte den Rebound. Die Towers mussten foulen und Tim Koch behielt die Ruhe und verwandelte sicher. Towers Guard Kovacevic gelang per Korbleger das 83:82 und erneut wurde Koch gefoult um die Zeit anzuhalten. Wieder blieb Kirchheims Leistungsträger eiskalt und verwandelte sicher. Der anschließende Versuch der Towers misslang und erneut Allen sicherte den Ball. 0,4 Sekunden vor dem Ende war es dann der Routinier selbst, der von der Linie auch noch den besseren direkten Vergleich sicherstellte. „Die Mannschaft hat heute eine unglaubliche Leistung gezeigt. Sie haben in der hitzigen Phase die Ruhe behalten und am Ende sehr abgezockt gespielt. In dieser Truppe steckt enorm viel Moral und Energie, “ lobte anschließend Knights-Trainer Anton Mirolybov seine Jungs, die zur Belohnung einen zusätzlichen freien Tag erhielten. Durch den wichtigen Erfolg klettern die Ritter in der Tabelle auf Platz sieben, punktgleich mit Trier, Hagen und Hamburg (Platz 6-9). Am kommenden Wochenende geht es für die Ritter nach Chemnitz. Beim Auswärtsspiel erwartet die Teckstädter ein Tollhaus mit bis zu 2500 Fans.  


 


Es spielten: Collins (13 Punkte), Barton (14), Hedley (0), Rendleman (13), Allen (16), Burnette (3), Kronhardt (9), Koch (19)


 


Foto: Tanja Spindler