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Ritter müssen Verletzungen Tribut zollen

01.10.2017


Der Heimspielauftakt von Kirchheims Zweitligabasketballer am vergangenen Samstag hatte für die Teckstädter eine deutliche Niederlage parat. Mit 87:72 mussten sich die Korbjäger den Gladiators aus Trier geschlagen geben. Der kurzfristige Ausfall von Tim Koch hatte dabei besondere Bedeutung. Sein potenzieller Gegenspieler Kyle Dranginis sorgte mit 35 Punkten für den bisherigen Top-Wert der Saison 2017-18 und bescherte seiner Mannschaft die ersten Punkte. Für die Kirchheimer erzielte Charles Barton 20 Zähler.


So hatte sich Kirchheims neuer Head-Coach Anton Mirolybov seinen Heimspielauftakt sicher nicht vorgestellt. Das die Partie gegen die aufstiegsambitionierten Trierer eine besonders schwierige werden würde stand bereits seit dem Saisonstart fest. Doch die Ausgangslage sollte sich am Spieltag nochmals deutlich verschlechtern. Neben Justin Hedley und Florian Köppl, deren Ausfall bereits einige Tage zuvor feststand, meldete sich Tim Koch wenige Stunden vor dem Spiel krankheitsbedingt ab. Eine Magen-Darm Erkrankung machte seinen Einsatz unmöglich. Ein Tiefschlag für die Ritter, den Koch war als Sonderbewacher für Kyle Dranginis gedacht. Der Trierer Shooting-Guard überzeugte zum Saisonauftakt in Vechta mit 25 Zählern und wurde vom Kirchheimer Trainerteam als Schlüsselspieler ausgemacht. Seine Wirkungskreise sollte Kirchheims Edelverteidiger Koch einschränken. Das Konzept war also kurz vor Spielbeginn dahin. Dennoch starteten die Knights ambitioniert in die Partie. Charles Barton und Corban Collins versuchten die Offensive zu strukturieren, doch Trier setzte die ballführenden Ritter permanent unter Druck. Im ersten Viertel wehrten sich die Schwaben erfolgreich und hielten das Spiel eng. Mit acht Punkten übernahm Barton Verantwortung. Auf Seiten der Trierer fand Dranginis früh seinen Rhythmus. Zwei blitzsaubere Dreier sorgten für den 21:21 Zwischenstand nach zehn gespielten Minuten. Doch der immense kräftezerrende Aufwand der Ritter schien hier schon sichtbar zu sein. Die Gladiators erhöhten den ohnehin schon enormen Druck nochmals und erzwangen viele Fehler auf Ritterseite. Die Offensive der Ritter geriet zunehmend ins Stocken, während bei Trier der gebürtige Kirchheimer Stefan Ilzhöfer einige Punkte erzielte. Mit einem Neun-Punkte Rückstand (41:32) für die Teckstädter ging es in die Halbzeitkabine. Wie schon in Baunach kehrten die Ritter mit großem Willen und viel Energie zurück aufs Parkett. Immer wieder kamen die Ritter auf vier, fünf Punkte heran, doch Trier fand immer wieder eine Antwort und die lautete zumeist Kyle Dranginis. Gefühlt bei jedem herantasten der Gastgeber, übernahm der Shooting Guard im folgenden Angriff und erhöhte die Distanz. Ein zermürbender Prozess, bei dem die Ritter immer wieder anliefen und zurückgeworfen wurden. Beim Zwischenstand von 62:50 ging es ins Schlussviertel. Die angeschlagenen Ritter kämpften, doch aufgrund der kurzen Rotation und der weiterhin angeschlagenen Andi Kronhardt und Keith Rendleman, fanden die Kirchheimer den Weg nicht mehr zurück in die Partie. In den Schlussminuten wuchs der Rückstand nochmals an, sodass das endgültige Ergebnis den Spielverlauf ein wenig verzerrte. „Wir können seit einigen Wochen nur eingeschränkt trainieren und diese Abstimmung und der Rhythmus fehlen in so einem Spiel am Ende. Positiv ist, dass wir trotz der vielen Probleme lange Zeit mithalten konnten. Ich bin gespannt darauf was wir erreichen können, wenn alle Spieler gesund und fit sind“, sagte ein sichtlich enttäuschter Anton Mirolybov nach Spielende. Für die Kirchheimer geht`s am kommenden Samstag mit dem Derby gegen Crailsheim weiter. Spielbeginn ist am 7.10. um 19:30 Uhr in der Sporthalle Stadtmitte.


Es spielten: Collins (16 Punkte), Barton (20), Rendleman (6), Allen (5), Darouiche (0), Giese (2), Wenzel (10), Kronhardt (13)


Foto: Tanja Spindler