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HŲchste Saisonniederlage: Jena dominiert in Kirchheim

29.02.2016

Eine deutliche Niederlage mussten die Basketballer der Kirchheim Knights am vergangenen Samstagabend hinnehmen. Bei der 98:56 Niederlage gegen den Tabellenzweiten Science City Jena, wurden die Rittern besonders in der zweiten Halbzeit nach allen Regeln der Kunst demontiert. Durch den zeitgleichen Sieg von Gotha, rutschen die Teckstädter auf Tabellenplatz vier.

42 Punkte Unterschied sprechen eine deutliche Sprache. Normalerweise kommen solche Ergebnisse beim Duell eines Top-Teams gegen einen Abstiegskandidaten zustande. Ungewöhnlich sind solche Klassenunterschiede beim Spiel Zweiter gegen Dritter. Was die 1.200 Zuschauer in Kirchheim zu sehen bekamen, hielt jedoch nur in den ersten 15 Minuten der Ankündigung eines Top-Duells stand. In eben diesen ersten Minuten zeigten die Korbjäger, dass sie mit dem Favoriten aus Thüringen durchaus mithalten können. 29:31 aus Kirchheimer Sicht präsentierte die Anzeigetafel dem furiosen Kirchheimer Publikum, das wieder einmal eine ganz besondere Atmosphäre in die Sporthalle Stadtmitte zauberte. Die Ritter spielten flüssig und trafen gut ausgewählte Würfe. Einzig die Defensive bekam die Gäste nicht so richtig in den Griff. Dennoch: Es lag etwas Außergewöhnliches in der Luft. War etwa die ganz große Überraschung drin?

Ritter verlieren den Anschluss schon im zweiten Viertel

Die Antwort war ein überaus deutliches Nein. In den folgenden vier Minuten bis zur Halbzeit, legten die Gäste einen beeindruckenden 17:0 Lauf hin. Die Ritter hatten zu keiner Zeit eine Antwort parat. Mit 48:29 für Jena ging es in die Kabinen. „Wir haben 1,5 Viertel gut gespielt. Danach nicht mehr. Wir haben völlig unsere Linie verloren, “ versuchte Knights-Trainer Mai nach Spielende den dramatischen Einbruch zu erklären. Doch noch war die Partie nicht entschieden. Schon oft in dieser Saison hatten sich die Ritter zurückgekämpft und den Gegner noch niedergerungen. Vor allem auf dem sonst so starken dritten Viertel lagen die Kirchheimer Hoffnungen. Das dies an diesem Abend allerdings nicht eintreten würde, war bereits kurz nach Wiederanpfiff klar. Jena dachte überhaupt nicht daran den Fuß vom Gas zu nehmen und forcierte mit enger Verteidigungsarbeit Fehler um Fehler der Kirchheimer, die immer wieder per Schnellangriffe in Punkte umgewandelt wurden. „Jena hat einfach viel besser gespielt. Wir haben nichts von dem umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten. Das einzig Gute an diesem Spiel ist, dass uns unsere Fehler schonungslos aufgezeigt wurden. Wir werden das Spiel analysieren und hart daran arbeiten, “ zog Mai eine Bilanz des Spieles.

Marcos Knight besiegelt Kirchheimer Heimniederlage

Das seine Mannschaft in der zweiten Halbzeit nicht nochmals herankam sondern immer weiter in Rückstand geriet, lag zu großen Teilen an einem überragend aufspielenden Marcos Knight, der in nur 25 Minuten Einsatzzeit ein Double-Double (21 Punkte, 10 Rebounds) erzielen konnte. Der Topscorer des Abends führte nicht nur seine Mannschaft in der Offensive, sondern räumte auch, trotz körperlicher Unterlegenheit, unter den Brettern auf und sicherte sich wichtige Abpraller. Und davon gab es einige zu holen. Nur acht Treffer innerhalb der Drei-Punkte Linie erzielten die Kirchheimer während des gesamten Spiels. Insgesamt erzielten die Knights nur 13 Korberfolge. Den Rest erarbeiteten sich die Ritter an der Freiwurflinie. Das an diesem Abend einzige gewonnene Duell (Kirchheim: 78% Freiwurfquote / Jena: 77%). „Wir waren einfach nicht aggressiv, präsent und tough genug, um heute mitzuhalten. Das muss sich dringend ändern, “ so Mai. Die nächste Gelegenheit bietet sich dazu am kommenden Samstag in Paderborn. Möchte man sich das Heimrecht in der ersten Playoff-Runde sichern, ist ein Sieg gegen den Tabellendreizehnten Pflicht.

Es spielten: Nawrocki, Dennis (2); Williams, Richard (9); Burnette, Tim (3); Bekteshi, Besnik (12); Koch, Tim (13); Rendleman, Keith (8); Wild, Jordan (0); Joos, Johannes (3); Tinnon, Dennis (0); Kronhardt, Andreas (6)

Bildquelle: Nicolas Wörn | sport-px.de