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Spitzenspiel unter Teck: Knights empfangen Jena

25.02.2016

Zweiter gegen Dritter. Diese Konstellation steht am Samstag auf dem Programm von Kirchheims Zweitligabasketballern in der Sporthalle Stadtmitte. Wenn um 19:30 Uhr der Sprungball erfolgt, treten die Teckstädter gegen den Aufstiegsfavoriten Science City Jena an. Ein Top-Duell auf Augenhöhe. Nach sieben Siegen in den letzten acht Partien gehen die Ritter kampfeslustig ins Match.

Unterschiedlicher könnten die Voraussetzungen kaum sein. Auf der einen Seite stehen die Jenaer. Großer Favorit und gemeinsam mit Vechta als der Aufstiegskandidat schlechthin gehandelt. Bereits vor der Saison waren sich die meisten ProA-Trainer bei zumindest einer Sache einig: Jena und Vechta werden die Meisterschaft unter sich ausmachen. Beide Mannschaften hatten sich mit langjährigen Bundesligagrößen verstärkt und dominierten dementsprechend von Beginn an. Erst am vergangenen Wochenende mussten die Jenaer ihre Tabellenführung aufgrund des verlorenen Duells mit Vechta abgeben. Am Favoritenstatus des kommenden Gegners der Ritter ändert dies nichts. Doch womit vor der Saison wohl niemand gerechnet hatte, ist der derzeit ärgste Verfolger der beiden Top-Teams. Klammheimlich haben sich die Ritter als drittstärkste Kraft der 2.Basketball-Bundesliga etabliert. Seit vielen Wochen rangieren die Teckstädter auf Platz drei. Den ersten kleinen Rückschlag gab es am vergangenen Wochenende, als man sich den Gladiatoren aus Trier geschlagen geben musste. Durch die Niederlage rückte der Tabellenvierte aus Gotha näher an die Ritter heran. „Das Trier Spiel war für uns sehr ärgerlich. Jetzt müssen wir das gegen die Top-Teams wieder herausspielen. Wir wollen unseren dritten Platz natürlich verteidigen und wenn möglich den Druck auf Vechta und Jena hochhalten, “ erklärt Knights-Trainer Mai.

Fragezeichen hinter Tinnon und Nawrocki

Ob dabei alle Spieler zur Verfügung stehen werden, steht wieder einmal nicht fest. Zu Wochenbeginn meldeten sich Dennis Nawrocki und Dennis Tinnon krank. Der US-Amerikaner hatte beim Auswärtsspiel in Baunach zudem mit einer leichten Sprunggelenksverletzung zu kämpfen. Hinter beiden Spielern steht noch ein Fragezeichen. Das Hinspiel ging mit 83:67 deutlich an die Jenaer. Die bislang deutlichste Kirchheimer Niederlage im bisherigen Saisonverlauf. Dabei musste Trainer Mai jedoch auf drei Leistungsträger verletzungsbedingt verzichten. Mit sieben Mann stellten sich die Ritter der schweren Auswärtsaufgabe und hielten bis zum Ende des dritten Viertels mit. „Im Hinspiel haben wir gezeigt, dass wir mithalten können. Am Ende haben uns einfach die Kräfte gefehlt. Jetzt sind wir aber in einer anderen Position und Verfassung. Das wird ein anderes Spiel, auch wenn Jena trotzdem der Favorit ist, “ so Mai.

Mai: „Das wird eine Herkulesaufgabe.“

Im Januar veränderten die Thüringer nochmals ihre Mannschaft. Topscorer Jelani Hewitt verließ überraschend die Mannschaft von Trainer Björn Harmsen. Hinzu kam Marcos Knight, der in der vergangenen Saison für Baunach spielte und kurz zuvor für Heidelberg aufgelaufen war. Unangefochtene Leader im Team des Favoriten sind jedoch Wayne Bernard (ehemals Ludwigsburg) und Immanuel Mc Ilroy (u.a. Alba Berlin, Braunschweig, etc.). Besonders Mc Ilroy, der viele Jahre als einer der besten US-Amerikaner der 1.Bundesliga galt, übernimmt in kritischen Phasen immer wieder das Kommando, während Bernard vor allem durch seine defensiven Fähigkeiten auffällt. Unter den Körben dominiert das deutsche Trio um Julius Wolf, Guido Grünheid und Oliver Clay. „Jena ist überaus gut besetzt. Es gibt kaum Schwachstellen und sie sind immer gut vorbereitet. Das wird eine Herkulesaufgabe für uns. Aber wir haben gegen jeden Gegner eine Chance. Natürlich wollen wir gewinnen, “ erklärt Knights-Trainer Mai. Spannend wird zudem sein, wie sich der Heimvorteil der Kirchheimer im Duell mit einem der Topfavoriten auswirkt. Ein Spiel, das also in vielerlei Hinsicht einen ersten Vorgeschmack auf die Playoffs darstellt. Spielbeginn ist am Samstag um 19:30 Uhr in der Sporthalle Stadtmitte.

Im Kader der Knights stehen: Richard Williams, Besnik Bekteshi, Keith Rendleman, Dennis Tinnon, Andreas Kronhardt, Dennis Nawrocki, Tim Burnette, Akant Sengül, Johannes Joos, Tim Koch, Jordan Wild

Bildquelle: Sascha Walther | sport-px.de