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Vier-Punkte-Spiel in Hamburg

11.02.2016

Am kommenden Samstag treten die Kirchheim Knights beim Tabellenfünften in Hamburg an. Das Spiel gegen die Towers hat für Kirchheims Zweitligabasketballer entscheidende Bedeutung, denn mit einem Sieg gegen einen direkten Konkurrenten könnte man den Abstand zu den Playoff-Anwärtern weiter vergrößern. Doch die Towers gehören zu den Top-Teams der 2.Basketball-Bundesliga und wollen ihrerseits den Heimvorteil nutzen.

Nach den Pflichtsiegen gegen Hanau und Leverkusen, steht für die Mannschaft von Trainer Mai nun das Kräftemessen mit den Mannschaften aus dem oberen Tabellendrittel an. Zunächst Hamburg, dann Trier. Die nächsten beiden Aufeinandertreffen haben richtungsweisenden Charakter für die Korbjäger aus Kirchheim. Doch wie schon im bisherigen Saisonverlauf üblich, schweift der Ritterblick nicht allzu weit und landet schnell wieder im Hier und jetzt. „Die Tabelle interessiert uns im Moment nicht. Es sind noch viel zu viele Spiele zu spielen. Das nächste Spiel ist immer das Schwerste und das heißt jetzt Hamburg. Den Towers gehört die volle Konzentration. Wir wollen einen direkten Konkurrenten auf Distanz halten, “ erklärt Head-Coach Mai. Dass dies keine einfache Aufgabe wird, zeigt alleine der Blick auf die Tabelle. Mit Platz fünf stehen die Towers absolut im Soll und befinden sich auf Kurs Playoffs.

Towers vielseitig stark

Die von Hamed Attarbashi trainierte Mannschaft überzeugt, ähnlich wie die Kirchheimer, mit einem ausgewogenen Mix aus körperlicher Dominanz unter den Körben, sowie schnellen, wendigen und wurfstarken Guards. Spielgestalter und Topscorer ist Jungstar Bazoumana Kone. Der 22-jährige erzielt im Schnitt 13,6 Punkte und ist der verlängerte Arm von Attarbashi. „Kone ist ein hochtalentierter Spieler, der trotz seiner erst 22 Jahre außergewöhnlich clever agiert. Das Hamburger Spiel ist auf ihn zugeschnitten, aber man darf auch die anderen Spieler nicht außer acht lassen, “ beschreibt Mai den kommenden Gegner. Kone zur Seite stehen mit Xavier Roberson (10,8) und Jonathon Williams (12,3) zwei US-Amerikaner die ebenfalls ein Spiel an sich reißen können. Unter den Körben dominieren die beiden Deutschen Stefan Schmidt und Michael Wenzl. Der 210cm große Wenzl stammt aus Kuchen (Kreis Göppingen) und wurde bei Bundesligist ratiopharm Ulm ausgebildet. Aufgrund einer noch anhaltenden Krankheit hatte der Schwabe im Hinspiel keine entscheidende Rolle und wurde nur sporadisch eingesetzt, doch das Duell unter den Brettern dürfte vorentscheidend sein für den Ausgang der Partie in Hamburg. Und dieses Mal ist Wenzl kerngesund.

Tinnon seit Dienstag wieder planmäßig im Training

Beim 73:60 Hinspielsieg konnte die Verteidigung der Korbjäger ein Ausrufezeichen setzen und die wichtigen beiden Punkte sichern. Johannes Joos erzielte in Abwesenheit vom verletzten Andreas Kronhardt 14 Punkte und sieben Rebounds. Beim erneuten Aufeinandertreffen ist Kronhardt wieder mit dabei. Ebenso wie alle anderen Teckstädter. Forward Dennis Tinnon kehrte am Dienstag nach Kirchheim zurück und nahm bereits am Abend wieder am Training teil. Auch die anderen Spieler sind soweit einsatzbereit. „Auf uns warten jetzt die entscheidenden Wochen. Wir sind trotz Verletzungen bislang gut durch die Saison gekommen. Aber jetzt gilt es einen guten Rhythmus und unser Leistungsmaximum zu finden“ erklärt Mai. Dies wird gegen die Towers auch nötig sein um die beiden Punkte aus der Hansestadt zu entführen. Nach einer deutlichen 70:52 Niederlage gegen Vechta, brennen die Hausherren auf Wiedergutmachung. Das dabei die Halle hinter ihrem Team stehen wird steht außer Frage. Doch auch die Kirchheimer können sich auf ihre Fans verlassen. Viele Unterstützer machen sich auf den langen Weg in die Hansestadt, um ihre Ritter bei der schwierigen Auswärtsaufgabe zu unterstützen. Alle daheimgebliebenen Fans können das Spiel per Livestream auf der Ritter-Homepage verfolgen. Spielbeginn ist am Samstag um 19:30 Uhr.

Im Kader der Knights stehen: Richard Williams, Besnik Bekteshi, Andreas Kronhardt, Johannes Joos, Jordan Wild, Dennis Tinnon, Keith Rendleman, Dennis Nawrocki, Tim Burnette, Tim Koch

Bildquelle: Sascha Walther | sport-px.de