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Alle Mann an Bord: Knights in voller Besetzung nach Chemnitz

22.01.2016

Lange hat es gedauert, doch am kommenden Samstag können Kirchheims Zweitligabasketballer endlich wieder in kompletter Mannschaftsstärke antreten. Der zuletzt verletzte Tim Koch hat seine Sprunggelenksverletzung auskuriert und steht, wie der Rest der Mannschaft, wieder zur Verfügung. Beim Auswärtsspiel in Chemnitz erwartet die Ritter eine schwere Aufgabe. Das Hinspiel in der heimischen Sporthalle Stadtmitte ging an die Sachsen. Eine zweite Niederlage gegen den direkten Konkurrenten sollte vermieden werden.

Insgesamt zwei Niederlagen mit zweistelliger Differenz mussten die Kirchheim Knights in dieser Saison hinnehmen. Tabellenführer Jena bezwang die Ritter mit 83:67 am dritten Spieltag. Bereits zwei Tage zuvor gelang den Niners aus Chemnitz ein Sieg in Kirchheim. 82:71 lautete das Endergebnis am 2.Oktober 2015. „Das war ein heftiger Doppelspieltag für uns. Wir waren nicht bereit für diese beiden Duelle und haben verdient verloren, “ analysiert Head-Coach Michael Mai die beiden deftigen Niederlagen kurz nach dem Saisonauftakt. Das Bild hat sich seither deutlich verändert. Nur noch drei weitere Spiele gaben Kirchheims Ritter her. Allesamt durch Entscheidungen in den Schlusssekunden. Die restlichen Partien wurden teils souverän gewonnen. Das Zwischenergebnis lautet Platz drei in der sehr engen Tabelle der 2.Basketball-Bundesliga.

Tim Koch letzter Rückkehrer aus Lazarett

Nun also das Rückspiel gegen Chemnitz. Am Samstag treten die Kirchheimer nun die schwere Auswärtsfahrt an. Mit dabei sind, nach dem Auswärtsspiel von Nürnberg, erstmals wieder alle Spieler. Die Verletzungen sind weitestgehend ausgeheilt und auch die Erkältungswelle hat wohl so langsam jeden Ritter erwischt. „Tim hat noch einige Schwierigkeiten mit seinem Sprunggelenk, aber er konnte alle Einheiten absolvieren. Auch Jordan`s Arm ist weitestgehend in Ordnung. Richie hat zwar immer noch Probleme mit seiner Leiste, aber auch er hat normal trainiert. Es war eine ungewöhnliche Woche. Zehn Mann im Training hatten wir noch nie so konstant, “ erklärt Mai mit ein wenig Sarkasmus. Das Kirchheims Trainer auf seinen vollen Kader zurückgreifen kann, wird in den nächsten Wochen ein entscheidender Faktor sein. Zumindest wenn man den Ausführungen des Trainers folgt. „Es stehen einige schwierige Aufgaben an. Wir wollen uns für die Playoffs qualifizieren und wenn möglich eine gute Position ergattern. Das Rennen ist unglaublich eng und es wird noch viel passieren. Wir müssen sehr fokussiert arbeiten und dazu ist es wichtig, dass wir auch unter der Woche engagiert zu Werke gehen. Bei zehn Mann muss sich jeder seine Einsatzzeit verdienen. Es kann sich keiner leisten, sich zurück zu lehnen, “ so Mai.

Matthews führt heimstarke NINERS an

Dass man dies gegen die Niners aus Chemnitz tunlichst vermeiden sollte, zeigte nicht zuletzt das Hinspiel. Mit einer engagierten und couragierten Leistung bezwangen die Chemnitzer damals die Teckstädter, die zu diesem Zeitpunkt noch nicht im Rhythmus waren. Nun also neue Voraussetzungen zum Rückspiel. Dennoch warnt Trainer Mai sein Team. „Chemnitz ist sehr tief und stark besetzt. Sie sind sehr erfahren, clever und immer gut eingestellt. Zuhause sind sie generell stark und nach zwei Niederlagen in Folge, werden sie alles daran setzen, vor heimischem Publikum zu gewinnen. Wir müssen von Beginn an dagegen halten, “ sagte Mai. Anführer im Team von Trainer Rodrigo Pastore, ist der langjährige Zweitligaspieler Virgil Matthews. Lange Jahre in Ehingen aktiv, unterstreicht Matthews seine Leaderfähigkeiten nun in Chemnitz. Mit durchschnittlich 13 Punkten, acht Assists und sechs Rebounds weist der US-Amerikaner beeindruckende Werte auf. Weitere Gefahr droht insbesondere von den US-Spielern Nathan Buss (14 Punkte pro Spiel), Dashaun Wiggins (12,5) und Gregory Logins (11). Sie zu stoppen wird Hauptaufgabe der Kirchheimer Defensive sein. Für beide Mannschaften ist ein Sieg von höchster Bedeutung. Beide (Kirchheim auf Platz drei, Chemnitz auf Platz acht) befinden sich mittendrin im Rennen um die begehrten Playoff Plätze, in dem ein Sieg oder eine Niederlage meist auch mit dem Gewinn oder Verlust des bisherigen Tabellenplatzes einhergeht. Spielbeginn ist am Samstag um 19 Uhr.

Bildquelle: Sascha Walther | sport-px.de