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Bitteres Ende der Siegesserie: Gotha dreht Spiel mit der Schlusssirene

23.11.2015

Die Kirchheim Knights mussten sich am vergangenen Samstagabend in der heimischen Sporthalle Stadtmitte mit 60:59 den Oettinger Rockets Gotha nach einem spannenden Fight unglücklich geschlagen geben. Mit dem Ertönen der Schlusssirene fiel der entscheidende Wurf von Marco Völler durch das Kirchheimer Netz. Ein bitterer Schlag für die kämpfenden Ritter, die nahezu das komplette Spiel über in Führung lagen.

Wie schon beim Auswärtsspiel in Essen, mussten die Kirchheimer mit der Schlusssirene den bitteren Nackenschlag einstecken. Über 39 Minuten lagen die Teckstädter in Führung und standen am Ende dennoch ohne die beiden Punkte da. Viele kleine Fehler ließen die Tür für einen Gothaer Sieg offen, die diese Möglichkeit kaltblütig ausnutzten. Zweimal hintereinander verloren die Ritter zwei wichtige Rebound Duelle, wodurch die Gäste in Ballbesitz blieben. Eine vermeidbare Konstellation, die Trainer Mai jedoch nicht als Entscheidend werten wollte. „Wir haben das Spiel nicht am Ende verloren. Wir dürfen gar nicht erst in diese Situation kommen, sondern müssen das Spiel vorher zu unseren Gunsten entscheiden, “ analysierte Trainer Michael Mai nach Spielende. Und tatsächlich hatten die Teckstädter mehrmals die Chance sich entscheidend abzusetzen. Doch fehlendes Wurfglück, unglückliche Ballverluste oder Schwächen an der Freiwurflinie hielten die Gothaer Hoffnungen immer am Leben. Diese, angeführt von einem überragenden Carlton Guyton, der mit 18 Punkten Topscorer der Partie war, fighteten unentwegt und nahmen den Kampf der Kirchheimer kompromisslos an.

Kampf dominiert das Spielgeschehen

So sahen die 1300 Zuschauer in der prall gefüllten Sporthalle Stadtmitte ein zerfahrenes und von Kampf geprägtes Spiel. „Gotha und Kirchheim spielen einen ähnlichen Stil. Wir definieren uns über eine harte Defensive, “ so Coach Mai. Beide Mannschaften hatten es jeweils sehr schwer, ihren Rhythmus zu finden. Dabei nutzten die Ritter ihren Vorteil unter den Körben, in dem sie sich viele Rebounds und somit weitere Wurfoptionen sicherten. Von außen zeigte Rückkehrer Dennis Nawrocki einen gelungenen Einstand und erzielte neun Punkte. Das Spiel der Gäste jedoch lebte hauptsächlich vom Ideenreichtum des Carlton Guyton. Weder Jordan Wild, noch Dennis Nawrocki oder Richie Williams bekamen den Guard der Rockets unter Kontrolle. Tim Koch versuchte zwar alles, war jedoch von einer Erkältung so geschwächt, das er nur wenige Minuten zum Einsatz kommen konnte. Dennoch präsentierten sich die Ritter, wie schon in den vergangenen Wochen, vor allem in der Defensive überaus präsent und hellwach. Immer wieder stellten sie die Gäste vor unlösbare Aufgaben und zwangen diese zu Fehlern. In der eigenen Offensive fehlte jedoch häufig das letzte Quäntchen Entschlossenheit. So blieb es die ganze Partie über spannend.

Buzzerbeater dreht das Spiel auf den Kopf

Mitte des dritten Viertels erzielte Jordan Wild per Korbleger die einzige zweistellige Kirchheimer Führung beim Zwischenstand von 38:27. Wild wurde mit 13 Punkten Topscorer der Teckstädter und lieferte dadurch einen weiteren Beleg seiner ansteigenden Formkurve. Doch Gotha blieb dran und verkürzte. Das Spiel entwickelte sich zu einem engen Schlagabtausch in dem die Gäste zwar weiterhin dem Rückstand hinterher liefen, jedoch nicht den Kontakt zu den Rittern verloren. Eine Minute vor Spielende konnten sich die Korbjäger dann nochmals vom Gast absetzen. Dennis Tinnon erhöhte per Freiwurf auf 59:53, doch es sollte der letzte Kirchheimer Punkt des Abends sein. Zwei unnötige Ballverluste und 60 Sekunden später wich die enthusiastische Stimmung dem ungläubigen Blick auf die Anzeigetafel. „Der Abend ist natürlich extrem bitter für uns. Wir hatten eine großartige Chance uns oben festzusetzen. Der Blick muss jetzt nach vorne gehen. Wir haben keine Zeit der verpassten Chance hinterher zu trauern.

Nürnberg wartet auf Ritter

Am Sonntag geht es nach Nürnberg. Ich hoffe, dass bis dahin alle gesund sind, “ so Kirchheims Trainer. Spielbeginn am kommenden Sonntag ist um 17 Uhr in Nürnberg. Für alle Fans, die die Ritter bei diesem weiteren wegweisenden Auswärtsspiel unterstützen möchten, gibt es noch freie Plätze im Teambus. Anmeldungen sind online und telefonisch direkt bei Bader Reisen möglich.

Es spielten: Dennis Nawrocki (9 Punkte), Richard Williams (3), Tim Burnette (0), Besnik Bekteshi (2), Tim Koch (5), Keith Rendleman (9 Punkte, 8 Rebounds), Jordan Wild (13 Punkte, 8 Rebounds), Johannes Joos (6 Punkte, 8 Rebounds), Dennis Tinnon (12 Punkte, 7 Rebounds)

Bildquelle: Sascha Walther | sport-px.de