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Sieg beim Topfavoriten: Knights überraschen

11.10.2015


Am vierten Spieltag der noch jungen Basketball-Saison, haben die Kirchheim Knights für die erste große Überraschung gesorgt. Mit 84:74 besiegten die angeschlagenen Ritter den Aufstiegsfavoriten und bis dato unangefochtenen Tabellenführer der 2.Basketball-Bundesliga Rasta Vechta im mit über 3.000 Fans ausverkauften Rasta-Dome. Ohne die verletzten Jordan Wild und Tim Burnette, zeigten die Teckstädter eine außergewöhnliche Teamleistung, bei der Richie Williams mit 26 Punkten, zehn Assists und fünf Rebounds, sowie der bärenstarke Tim Koch mit 23 Zählern herausstachen.


Nur die Mutigsten hatten vor dem Aufeinandertreffen mit Vechta auf die Kirchheimer gesetzt. Zu schlecht waren die Voraussetzungen. Vechta bis dato ungeschlagen, während die Kirchheimer durch die Verletzungen von Burnette und Wild, dazu mit einem frisch von seiner Ellbogenverletzung genesen Dennis Tinnon die Reise in den Norden antreten mussten. Ebenfalls nicht mit dabei war Tomislav Martinovic. Der Guard informierte die Knights zu Beginn der Woche, dass er aufgrund der beruflichen Belastung zukünftig nicht mehr zur Verfügung stünde. Jugendspieler Akant Sengül begleitete die Knights aufgrund der Notsituation zum Kracherduell. „Schon die ganze Woche über sah man, dass die Niederlagen vom vergangenen Wochenende die Jungs angestachelt haben. Sie haben sehr konzentriert und fokussiert gearbeitet, “ beschrieb Trainer Mai die vergangene Woche. Dass die Ritter nicht nach Vechta fuhren um dort zwei Punkte abzugeben, zeigte die Mannschaft von Beginn an. Hochkonzentriert legte die erste Fünf um Besnik Bekteshi, Williams, Keith Rendleman, Andi Kronhardt und Tim Koch los. Die Rastaner erhielten keinen freien Wurf und in der eigenen Offensive gelungen die zuvor einstudierten Systeme und führten zu einfachen Punkten. Nach wenigen Minuten lagen die Ritter mit 12:2 in Front. Rasta-Coach Wagner reagierte schnell und nahm eine Auszeit. Diese schien sofort zu wirken. Angeführt von Carlos Medlock, der mit drei sehenswerten Würfen die Vechtaer ins Spiel brachte, erzielte Rasta schnell den Ausgleich.


Auf Augenhöhe mit dem Tabellenführer


Es entwickelte sich eine spannende Partie. An beiden Enden des Feldes gaben sich die beiden Kontrahenten keinen Raum für freie Wurfgelegenheiten. Auch nach dem ersten Viertelende nahm die Partie nicht so recht an Geschwindigkeit auf. Die aggressive Defensive führte zu vielen Freiwürfen auf beiden Seiten. Konnten die Knights zum Ende des ersten Viertels noch mit einer knappen Führung in den zweiten Abschnitt gehen, mussten sie sich zur Halbzeit mit einem 1-Punkte-Rückstand begnügen (42:43). Wer nun erwartet hatte die Ritter würden im zweiten Abschnitt aufgrund ihrer zahlenmäßigen Unterlegenheit kräftemäßig einem Nachteil unterliegen, sah sich schnell getäuscht. Zwei Dreier durch Tim Koch gleich zu Beginn der zweiten Halbzeit zeigten den Gastgebern sofort, dass die Ritter an diesem Tage nicht gewillt waren, auch nur einen cm zurückzuweichen. Immer wieder setzten die Teckstädter in der Offensive wichtige Akzente, während die Defensive Rasta im Griff hielt. Einzig Chase Griffin setzte sich das ein oder andere Mal durch und erzielte 23 Punkte. Doch auch hierfür hatten die Kirchheimer etwas parat. Kettenhund Besnik Bekteshi wurde von Mai auf Griffin angesetzt und von nun an musste der ehemalige Bundesliga-Akteur für jeden Punkt hart arbeiten. „Es fällt schwer heute einzelne Spieler herauszuheben. Es war ein Erfolg des Teams, aber Besnik hat heute einen tollen Job gemacht. In der Offensive war er mutig und aggressiv. Er hat viele Spielzüge eingeleitet und den Startschuss für einfache Punkte gegeben. In der Defensive hatte er es heute mit den besten Guards der Liga zu tun. Diese hatte er toll im Griff. Das gilt aber für alle Spieler. Jeder hat heute einen entscheidenden Teil zum Erfolg beigetragen, “ verteilte Trainer Mai ein Lob an seine Mannschaft.


Run entscheidet das Duell


Das dritte Vierte sollte auch die Vorentscheidung bringen. Angeführt von Richie Williams, drehten die Ritter nun richtig auf. Eine 1-Punkte-Führung (48:47) verwandelte sich innerhalb von wenigen Minuten in eine 15-Punkte-Führung (70:55), abgeschlossen durch einen krachenden Dunking von Center Andreas Kronhardt. Die Gastgeber sahen nun den sicher geglaubten Sieg davonschwimmen und wussten sich in der Offensive hauptsächlich durch Einzelaktionen ihrer Topstars Griffin, Medlock und Standhardinger zu helfen. Doch die Ritter hielten dagegen und setzten ihrerseits immer wieder Nadelstiche. Ein Debut der besonderen Art zeigte dabei Dennis Tinnon. Der wochenlang verletzte Forward kehrte erst am Donnerstag ins Mannschaftstraining zurück und erzielte in 20 Minuten Spielzeit sechs Punkte und zehn Rebounds. In den letzten Minuten war es Kapitän Williams überlassen, seine Ritter ins Ziel zu bringen. Vechta musste foulen und schickte den Guard an die Freiwurflinie, der jedoch sicher verwandelte. „Das war ein toller Sieg unserer Truppe. Es wird nicht vielen Mannschaften gelingen in Vechta zu gewinnen. Leider gibt es auch für diesen Sieg nur zwei Punkte und wir müssen weiter dran bleiben. Das nächste Spiel wird keinesfalls leichter. Es gibt keine leichten Spiele, “ sagte Geschäftsführer Christoph Schmidt


Es spielten: Dennis Nawrocki (8 Punkte), Richard Williams (26 Punkte, 10 Rebounds, 5 Assists), Besnik Bekteshi (6), Tim Koch (23), Keith Rendleman (8 / 6), Johannes Joos (3), Andreas Kronhardt (4 / 8), Akant Sengül (n.e.)