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Pleite in Jena: M?de Knights brechen sp?t ein

04.10.2015

Gegen Science City Jena setzte es für die VfL Kirchheim Knights die zweite Niederlage binnen 48 Stunden. Wie schon bei der Heimpleite gegen NINERS Chemnitz am Freitag sorgte eine späte Schwächephase für hängende Köpfe. 
Wenig Freude unter der Teck rund um den Tag der Deutschen Einheit. Nicht einmal 48 Stunden nach der bitteren Niederlage gegen NINERS Chemnitz zum ProA-Heimspielauftakt der Kirchheim Knights unterlagen die Teckstädter am frühen Sonntagabend auch bei Aufstiegsfavorit Science City Jena. Hatten die Ritter bereits am Freitag beim Stande von 60:62 rund sechs Minuten vor dem Ende eine ordentliche Ausgansposition im Kampf um den Sieg vergeben, folgte der Einbruch in Jena beim Stand von 43:43 dieses Mal rund 13 Minuten vor dem Ende.
Ohne den verletzen Tim Burnette mussten die Knights dem hohen Einsatz und einem starken Aufbäumen zu Beginn der zweiten Halbzeit (30:40) Tribut zollen, kassierten gegen letztlich deutlich überlegene Gastgeber einen abschließenden 23:40-Lauf. „Das zweite Spiel eines Doppelspieltags auswärts zu bestreiten, ist immer sehr unangenehm. Dass wir dann auch noch bei einem absoluten Top-Gegner antreten mussten, machte die Angelegenheit für uns sicher nicht angenehmer. Ich bin kein Fan von Ausreden, aber Tims Präsenz an beiden Enden des Feldes hätte uns in dieser schwierigen Partie sicherlich gut zu Gesicht gestanden“, resümierte Mai.
Heiße Hände: Auch Jena trifft jenseits der 50%
Nachdem die Teckstädter bereits gegen Chemnitz eine eklatant hohe gegnerische Wurfquote von 55% gewährt hatten, versenkte auch Jena mehr als jeden zweiten Wurf im Kirchheimer Korb (51%). Eigene Wurfquoten von um die 38% kamen die Knights in beiden Spielen somit teuer zu stehen. „In beiden Spielen hatten wir weniger Ballverluste als der Gegner, haben zudem gegen Chemnitz die Rebound-Statistik gewonnen und diesbezüglich gegen Jena gleichauf gelegen. Wenn du diese Schlüsselstatistiken zu deinen Gunsten entscheidest, hast du normalerweise gute Chancen auf Erfolge“, resümierte Knights-Coach Michael Mai leicht verbittert.
Dass seine Knights dennoch zwei Mal mit leeren Händen das Spielfeld verließen, führt er auf zwei Faktoren zurück. „Sowohl Chemnitz als auch Jena muss man ein Kompliment machen. Sie haben es geschafft, ihre Offensiv-Systeme gnadenlos und effektiv auszuspielen und viele offene und gute Würfe zu bekommen, die sie dann auch hochprozentig versenkt haben. Auf der anderen Seite müssen wir uns auch an der eigenen Nase fassen, dass wir in der Defensive zu oft spät im Angriff der Gegner noch eingeknickt sind.“
Mehr Konstanz gefordert
Um beim nächsten Spiel in fremder Halle gegen Meisterschaftsfavorit Rasta Vechta eine Chance zu haben, müssen die Ritter neben einer besseren Abschlussquote vor allem auch an Konstanz zulegen. Während Richard Williams in bislang sämtlichen Partien deutlich zweistellig punktete und als Spielmacher und Verteidiger starke Akzente setzte, kam die Unterstützung für den quirligen Point Guard stets von anderer Adresse.
Während beim Sieg gegen Rhöndorf zum Saisonauftakt noch Keith Rendleman hervorstach (17 Punkte/ 9 Rebounds), spielten bei den beiden Pleiten am Freitag und Sonntag Andreas Kronhardt (17/10) respektive Tim Koch (17) stark auf. Jordan Wild gelang in Jena mit 13 Punkten und 10 Rebounds zudem ein Double-Double. „Wir haben viele sehr gute Spieler im Kader, die ihr Können konstanter abrufen müssen. Auch gegen eine Top-Mannschaft wie Vechta können wir dann eine deutliche bessere Visitenkarte abgeben, als das in Jena der Fall war“, blickt Mai positiv nach vorne.
Der Knights-Kader gegen Jena: Dennis Nawrocki (0 Punkte), Richard Williams (14/11 Assists), Besnik Bekteshi (5), Tim Koch (17), Keith Rendleman (4), Jordan Wild (13/10 Rebounds), Johannes Joos (4), Tomislav Martinovic (0), Andreas Kronhardt (10/6 Rebounds)