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Bittere Pille: Knights verlieren Heimauftakt gegen Chemnitz

03.10.2015

Die Kirchheim Knights verloren am Freitagabend das erste Heimspiel der ProA-Saison mit 71:82 gegen Chemnitz. Unkonzentriertheit, schlechte Wurfquoten und eine schwache Schlussphase kosteten die Ritter den zweiten Saisonsieg im zweiten Spiel.

Erster Kratzer im Lack: Basketball-Zweitligist Kirchheim Knights musste beim Heimauftakt vor knapp 1.300 Zuschauern in der Sporthalle Stadtmitte Kirchheim die erste Niederlage der noch jungen ProA-Saison hinnehmen. Gegen Chemnitz setzte es für die Teckstädter ein bitteres 71:82 (35:43). Vor allem im zweiten Viertel (19:29) agierten die Knights dabei in Angriff und Verteidigung weit unter ihren Möglichkeiten, ließen Chemnitz durch viele Ballverluste und schwache Verteidigung gegen die gefährlichen Distanzschützen der Gäste erstmals davonziehen.

In der Offensive gelang es den Knights allerdings zu keinem Zeitpunkt des Spiels, konstant Akzente zu setzen. Auch beste Abschlusschancen fielen meist den schwachen Wurfquoten bei den Zweiern (39%) und Dreiern (35%) zum Opfer. Von der Freiwurflinie legten die Ritter mit nur 59% ebenfalls einen Auftritt zum Vergessen hin. Beim Stand von 60:62 aus Sicht der Knights war der Ausgang der Partie rund rund Minuten vor dem Ende noch vollständig offen, ehe Chemnitz mit einem Schlussfeuerwerk der entscheidende 20:11-Lauf gelang.

Mai zollt Chemnitz Respekt

„Ich bin enttäuscht darüber, wie wir uns beim Heimauftakt vor unseren fantastischen Fans präsentiert haben“, resümierte Coach Michael Mai. Die Abschlussschwäche seines Teams machte auch den sonst so optimistischen US-Amerikaner ratlos. „Ich weiß, dass wir im Angriff keinesfalls perfekten und flüssigen Teambasketball gespielt haben, allerdings haben wir uns dennoch viele gute und einfache Abschlusssituationen erspielt, die wir normalerweise deutlich besser nutzen. Meine Spieler hatten heute kollektiv keinen Rhythmus im Abschluss, und wir müssen analysieren, woran das lag.“

Dem Gegner aus Chemnitz zollt Mai Respekt: „Uns war klar, dass sie nicht noch einmal einen Auftritt wie vorige Woche in Jena hinlegen würden, als sie mit 30 Punkten Abstand verloren. Kein Team will mit zwei Niederlagen in die Saison starten und man hat ihnen heute angemerkt, dass sie eben die entscheidenden Prozent bissiger waren. Sie haben vor allem aus unseren Ballverlusten und der primär im zweiten Viertel sehr schlechten Verteidigung Kapital geschlagen. Auf diesem Niveau und in dieser Liga dürfen wir uns solche Auftritte eben nicht erlauben.“

Williams und Kronhardt beste Ritter

Währen bei Chemnitz vor allem das Trio Nathan Buss (25 Punkte, 5/8 Dreiern), Stacy Wilson (24 Punkte, 6 Rebounds, 4 Steals) und Virgil Matthews (12 Punkte, 8 Rebounds, 5 Assists) überzeugte, zeigten auf Seiten der Knights Richie Williams mit 18 Punkten und 7 Assists sowie Andreas Kronhardt mit 17 Punkten und 10 Rebounds eine ansprechende Leistung. Neuzugang Keith Rendleman konnte nach seiner starken Auftakt-Leistung in Rhöndorf mit neun Punkten und sieben Rebounds nicht nachlegen. 

Für die Knights stehen nun die zwei mutmaßlich härtesten Auswärtsspiele der Saison auf dem Programm. Am Sonntag um 17:00 Uhr treten die Ritter in Jena beim ersten der Aufstiegsfavoriten an, am Wochenende darauf steht der Trip zu Titelanwärter Rasta Vechta (10.10., 20:00 Uhr) auf dem Programm. „Ich erwarte mir von meiner Mannschaft nun eine Reaktion. Wir sind auf dem Papier die klaren Underdogs, haben allerdings einiges gut zu machen. Das Spiel in Jena ist eine gute Gelegenheit für uns, unseren Charakter zu beweisen“, blickt Mai voraus.

Die Knights gegen Chemnitz: Richie Williams (18 Punkte/ 7 Assists), Tim Koch (8), Tim Burnette (6), Besnik Bekteshi (3), Dennis Nawrocki (1), Tomislav Martinovic (0), Jordan Wild (7 Punkte/ 5 Rebounds), Keith Rendleman (9/ 7 Rebounds), Johannes Joos (2), Andreas Kronhardt (17/ 10 Rebounds)